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Marburg Auf der Suche nach dem Glück
Marburg Auf der Suche nach dem Glück
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17:50 22.01.2013
Macht gute Literatur glücklich? Wenn man Thomas Sautner zuhört, eindeutig ja.Foto: Preussner
Marburg

Gleich zu Anfang der Lesung bewies Thomas Sautner, dass er Humor hat. Der Dalai Lama sei einmal gefragt worden, was Glück für ihn bedeute, erzählte der österreichische Schriftsteller. Gespannt habe man auf die Antwort des großen Gelehrten gewartet. Dessen Antwort: „Viel schlafen und gut essen.“

Auch der Protagonist Sebastian Dimsch in Sautners Roman „Der Glücksmacher“ hat nur eines im Sinn: Er will herausfinden, was Glück ist. Doch eigentlich hat er einen knochentrockenen Job in einer Versicherung. Da wird es schwierig mit dem Glücklichsein, vor allem, wenn man eine grässliche Chefin hat. Aber der findige Dimsch weiß sich zu helfen. In einem abgelegenen Kämmerlein hat er Besseres zu tun als zu arbeiten. Er beschäftigt sich mit den großen Denkern und Philosophen von Konfuzius bis Kant, von Buddha bis Platon, um dem Glück auf die Spur zu kommen.

Und schon bald wird der liebenswerte Träumer und Querdenker von den Kollegen als Ratgeber in Lebensfragen hoch geschätzt. Schließlich bekommt Dimsch den Auftrag, eine Glücksversicherung zu entwickeln. - Und die wird tatsächlich zum Riesenerfolg für die Firma.

Thomas Sautner hat einen sehr vergnüglichen Roman geschrieben, der mit locker-leichter, ironischer Sprache und feinem Humor daher kommt. Ein Buch mit satirischen Anklängen, das sich „wie eine amüsante, philosophische Weltumsegelung“ liest, so der Klappentext.

Nach der Lesung hatten die Besucher Gelegenheit, Fragen an den Autor zu stellen. Ein Gast wollte von Sautner wissen, wie er auf das Thema gekommen sei. Seine Antwort: „Ich beschäftige mich in meinem Büchern mit den für mich bedeutendsten Themen.“ Weiter sagte er, das permanente Glück gebe es nicht, Glück sei immer nur eine momentane Sache. „Glück zu empfinden, ist nur möglich, wenn wir auch das Unglück kennen“, so der Schriftsteller.

Thomas Sautner wurde 1970 in Gmünd geboren. „Fuchserde“ war sein erster Roman und wurde in Österreich ein Bestseller, 2007 folgten „Milchblume“, 2010 „Fremdes Land“. Heute arbeitet Sautner als Autor und Maler, sein Atelier hat er in Wien.

von Bettina Preussner

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