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Auf Grimms Spuren in Verlies und Wald

Grimm-Jubiläum Auf Grimms Spuren in Verlies und Wald

Wer kennt sie nicht, Grimms Märchen. Die ersten erschienen vor 200 Jahren. In Kassel, Hanau, Steinau und Marburg werden die Märchensammler Jacob und Wilhelm Grimm gefeiert.

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Die Original-Gipsabdrücke der Brüder Wilhelm (rechts) und Jacob Grimm sind im sanierten Brüder-Grimm-Museum in Kassel zu sehen. Foto: Uwe Zucchi

Quelle: Uwe Zucchi

Kassel. Wer sich zwischen dem 20. Dezember und dem 30. September 2013 in den hessischen Kellerwald verirrt, könnte dort Rotkäppchen oder vielleicht sogar einem Prinzen begegnen: Am 20. Dezember 1812 erschien die Erstausgabe der „Kinder- und Hausmärchen“ von Jacob und Wilhelm Grimm.

Das Land Hessen ehrt das Brüderpaar 200 Jahre später mit zahlreichen Veranstaltungen unter dem Titel „Grimm 2013“. Die Stadt Marburg ist ein wenig vorgeprescht und feiert „ihre“ Grimms schon in diesem jahr mit zahlreichen Events.

Höhepunkt der landesweiten Grimm-Feiern ist die Hessische Landesausstellung „Expedition Grimm“ in der documenta-Halle Kassel über Leben und Wirken des Brüderpaares Jacob und Wilhelm Grimm vom 27. April bis 8. September 2013. „Wir wollen aber nicht nur lange Zöpfe von hohen Türmen werfen und Rapunzel spielen“, sagte die Intendantin von „Grimm 2013“, Maren Matthes, bei der Vorstellung des Programms in der Hessischen Landesvertretung in Berlin. Die Grimms seien schließlich nicht nur Märchenforscher, sondern auch Sprachforscher, Väter der deutschen Philologie und politisch handelnde Hessen.

Die zweite Ausgabe des Festivals „Literarischen Frühlings“ vom 16. bis 24. März kommenden Jahres in Waldeck, Frankenau und Frankenberg ist neben einem Theater-Projekt „Schattenwald - Eine Nacht mit den Grimms“ (ab 25. April) und den Hanauer Märchenfestspielen (ab 17. Mai) weiterer Eckpfeiler von „Grimm 2013“. Der Lyriker und Büchner-Preisträger Durs Grünbein wird das Festival eröffnen, Karen Duve liest aus ihrem neuen Buch „Grrrimm“, in dem sie etwa „Schneewittchen“ aus Sicht eines Zwerges erzählt, Thea Dorn wird literarisch die „Deutsche Seele“ beschwören, die ja auch einiges mit den Grimms gemein hat. Martin Walser wird aus seinem neuesten Werk „Das 13. Kapitel“ lesen und der Märchenforscher Heinz Rölleke Einblicke ins Werk der Grimms geben.

Der aus Biedenkopf stammende Autor Stephan Thome, dessen neues Werk „Fliehkräfte“ im September erscheint, wird ebenfalls zu Gast sein. Die Schirmherren des Festivals Mario Adorf und F.C. Delius stehen selbst auf der Bühne - und zwar im Fall von Delius im Burgverlies des Schlosses Waldeck. An diesem „authentischen Ort“, wie Volker Deigendesch, Geschäftsführer des Hotels Schloss Waldeck, sagt, wird der Büchnerpreisträger über den früh verstorbenen Schriftsteller sprechen, dessen Geburtstag sich 2013 ebenfalls zum 200. Mal jährt.

Mehr im Internet unter: www.literarischer-frühling.de; www.grimm2013.de

von Nina May

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