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Amönau rockt bis tief in die Nacht

Rock-Open-Air Amönau rockt bis tief in die Nacht

Der Amönauer Turn- und Sportverein richtete am Samstagabend erstmals ein Rock-Open-Air aus – mit fast 500 Gästen war dieses gut besucht.

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Die Leichtigkeit des Tons und Klangs

Amönau. Einen abwechslungsreichen Abend mit Rock von Oldies aus der Goldenen Ära des Rock‘n‘Roll über melodische, manchmal etwas melancholisch angehauchte selbst gemachte Lieder, die in den 80er Jahren verwurzelt sind, bis zu krachendem Hardrock und Metal-Klassikern erlebten nach Angaben der Veranstalter rund 480 Besucher am Samstagabend auf dem Sportplatzgelände. Dort veranstaltete der Turn- und Sportverein anlässlich seines 100-jährigen Bestehens erstmals ein Rock-Open-Air.

Die größte Fangemeinde hatte die Rock‘n‘Roll-Band „Boptown Cats“ aus der Gemeinde Lahntal mitgebracht, die sich gern, weil alle miteinander verwandt, als Familienbetrieb bezeichnen. Die Vorjahressieger des Wettbewerbs „Hessen rockt“ eröffneten den Abend, als es noch hell und angenehm warm war. Sie spielten fast zweieinhalb Stunden – ohne den begeisterten Zuhörern und sich eine Pause zu gönnen – legendäre Hits von Jerry Lee Lewis, Buddy Holly, Bill Haley, Elvis, den Stray Cats, Johnny Cash und vielen anderen. Einige Paare machten den Rasen vor der Bühne kurzerhand zur Tanzfläche, die meisten Zuhörer tänzelten zumindest auf der Stelle und alle hatten viel Spaß bei der munteren Show und den Ansagen der sich gern gegenseitig stichelnden Cousins.

Nach längerer Umbaupause traten eine halbe Stunde vor Mitternacht „Moonages“ vor die mittlerweile deutlich geschrumpfte Zuhörerschaft auf dem sich mit wärmendem Lagerfeuer vor der Grillhütte recht stimmungsvoll darbietenden Open-Air-Gelände. Inzwischen war es ziemlich kühl geworden, dennoch harrten etwa 100 Besucher vor der Bühne aus und honorierten die ausschließlich selbst geschriebenen, von der weichen Stimme des Sängers Björn Mardorf geprägten melodischen Songs, die an die 80er Jahre prägende Bands wie „Fury in the Slaughterhouse“, „U2“ oder auch „R.E.M.“ erinnern, mit viel Beifall.

Der Halbmond leuchtete schon lange über dem Bühnenpavillon, als in tiefer Nacht „NothingGoesRight“ sich daran machten, die Dunkelheit mit rauen Rockklängen zu durchbrechen. Mit ihren eigenständigen Cover-Arrangements von 70er Jahre Rock-Klassikern bis zu Punk-, Hardrock- und Metal-Stücken von bekannten Größen wie „AC/DC“ und „Judas Priest“ lockten sie nochmals etwa 50 unentwegte Rockfans vor die Lautsprechertürme, die sich den mittels Gitarrenriffs, Bass und Schlagzeug entfesselten Sturmgewalten entgegenstellten und sich zum Teil heftige, aber harmlose Pogo-Tanzgefechte lieferten.

Etwa noch mal so viele Besucher hielten respektvollen Abstand oder wollten sich schlicht lieber am Lagerfeuer warm halten, als sich warm zu tanzen.

von Manfred Schubert

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