Volltextsuche über das Angebot:

30 ° / 9 ° heiter

Navigation:
Am Sonntag sind alle Bürger gefragt

Waggonhallen Am Sonntag sind alle Bürger gefragt

Die Arbeitsgruppe, die sich mit der Zukunft des Waggonhallen-Areals beschäftigt, lädt zum „World-Café“ ein. Drei familientaugliche Museen, Mal- und Musikschule, eine Kletterhalle, kleine Läden und nebenan Theater und Kneipe: Das könnte die Zukunft des Waggonhallen-Areals sein. Am Sonntag sollen alle Bürger Ideen beitragen.

Voriger Artikel
Hilfe für Straßenkinder durch Kalenderverkauf
Nächster Artikel
Lesung aus Friedrich Schillers Sensationsroman „Der Geisterseher“

Die Werkstatt auf dem Waggonhallen-Areal.

Quelle: Krauskopf

Marburg. Die Mitglieder der Kletterhallen-AG scharren schon mit den Füßen, die Pläne für die ehemalige große, alte Reithalle sind fix und fertig, schon im nächsten Jahr soll’s losgehen. Es sollen 12.000 Quadratmeter Kletterflächen entstehen, berichtete Reiner Naumann von der AG Klettern. Unter demselben Dach möchte der Verein einen etwa 150 Quadratmeter großen Bewegungsraum mit Spiegelwand und Matten einrichten, der von Vereinen, Gruppen, Schulen oder auch der Kinder- und Jugendpsychiatrie genutzt werden kann.

Die Kletterhalle soll Sportkletteren, Anfängern unter Aufsicht und Sportstudenten offen stehen. Lehrer, die Klettern unterrichten wollen, können dies ebenfalls tun. An den Kosten für den Ausbau könnten sich auch der Deutsche Alpenverein und auch der Landessportbund beteiligen, kündigte Naumann an. Die Halle soll sich später über Eintrittsgelder, Kurse und die Miete für den Bewegungsraum selbst tragen, wobei der Eintrittspreis erschwinglich sein soll. Auf dem hinteren Areal steht linker Hand der Werkstattbau mit einer Grundfläche von 1.200 bis 1.500 Quadratmetern, schätzt Marion Breu von der Waggonhalle.

Dort sollen das Kindheitsmuseum, das Circus-, Varieté- und Artisten-Archiv sowie ein Blista-Museum eine gemeinsame Bleibe finden. Wie die drei Einrichtungen zusammenwachsen sollen, ohne ihr eigenes Profil zu verlieren, sei „die heißeste Frage überhaupt“, sagte Professor Helge-Ulrike Hyams, die das Kindheitsmuseum am Barfüßertor führte, bis es in diesem Jahr geschlossen wurde. Die Exponate sind in Depots zwischengelagert. Das künftige Museum soll unter anderem anhand von Spielzeug, Schuleinrichtungen und Büchern über die Kindheiten in der Vergangenheit und die Veränderungen informieren und Kinder auf die Zukunft vorbereiten, betonte Helge-Ulrike Hyams.

Um die Ideen für das Waggonhallen-Areal zu verwirklichen, hat die Stadt im Dezember vergangenen Jahres einen entsprechenden Beschluss gefasst und damit ausgedrückt: ’Das wollen wir!’, betonte Kulturamts-Chef Dr. Richard Laufner. Die Gebäude fallen immer mehr zusammen, es ist Zeit zum Handeln. Über den Kauf wird derzeit verhandelt, eine Million Euro sind im Haushalt veranschlagt. Für den Sonntag, 29. November, sind alle Bürger eingeladen, sich ab 11.30 Uhr zu einem so genannten „World-Café“ zu treffen. Bis 15 Uhr sollen die Marburger in entspannter Atmosphäre an Tischen Platz nehmen und ihre Ideen und ihr Wissen einbringen können.

von Christine Krauskopf

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg