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Alte Musik lebt wieder auf

Marburg Alte Musik lebt wieder auf

Es ist eine schöne Tradition, auf die sich Musikfreunde jedes Jahr freuen: Das Karnevalskonzert des Vokalensembles Canticum Antiquum unter der Leitung von Brigitte Krey.

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Ritter, Tod und Teufel standen am Sonntag im Mittelpunkt des Karnevalskonzertes des Chores Canticum Antiquum.

Quelle: Rottmann

Marburg. Respekt: Da geben sich Brigitte Krey und ihre 20 Frauen und 10 Männer immer viel Mühe bei der Auswahl ihrer Kostüme, der szenischen Gestaltung und nicht zuletzt der Werke und ihrer Einstudierung.

Der Lohn ist jedes Mal ein Erlebnis für Augen und Ohren, wie es kein anderes Ensemble in Marburg bietet.

„Ritter, Tod und Teufel“ war das fünfteilige Karnevalskonzert betitelt, vom Ensemble „Le petit bâdinage“ mit Marie Verwegen und Katka Stursova (Violinen), Friederike Kremers (Viola), Sophia Dimiz (Gambe) und Sonja Kemnitzer (Cembalo) instrumental perfekt umrahmt und von Lukas Biber mit Trompetensignalen akzentuiert.

Es ist jedes Mal eine Freude, dem geschulten Chor zuzuhören. Die Sängerinnen und Sänger  überzeugen mit guter Atemtechnik, tonaler Sicherheit und einem fein austariertem Chorklang mit eleganter Wendigkeit in Takt und Rhythmus sowie bewundernswert bruchloser Wandelbarkeit in Tempo und Dynamik.

Brigitte Krey hat einen Chor mit Klangfülle und Farbbrillanz geformt. Frische Stimmen verschmolzen mit reifem Kolorit. Sie formten sich besonders in den leisen Passagen zu einer harmonischen Einheit. Das konnten auch kleine Unsicherheiten im Sopran und in den Höhen angerauten Tenören oder punktuelle Unsicherheiten im Ton nicht trüben.

Hinzu kam auch am Sonntag eine Fülle von Solisten aus dem Chor in unterschiedlichen Formationen. Zwar hätten einzelne Chöre die Substanz dazu, aber kein anderer Dirigent setzt sie in seinem Chor so konsequent und förderlich ein wie Brigitte Krey mit den Vokalsolisten des Canticum Antiquum.

von Helmut Rottmann

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