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Akrobatik, Mut und viel Gefühl

Breakdance Akrobatik, Mut und viel Gefühl

Akrobatische Figuren zu HipHop-Musik: Beim Breakdance-Wettkampf „Circle Princz“ gaben die Tänzer alles, um sich als bester „BBoy“ zu wzeigen. Die Crew MasterPlan aus Dortmund hat den Wettbewerb gewonnen.

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Jugendkultur im KFZ: Ein Breakdancer des Siegerteams „MasterPlan“ aus Dortmund zeigt im „Circle“ sein Können.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg . Viele „BBoys“ und „BGirls“, so nennen sich die jugendlichen Tänzer, kamen am Samstag in den Kulturladen KFZ, um sich und ihre Breakdance-Varianten zu zeigen. Besonders prägend für „Breakdance“ sind die sogenannten „Freezes“ – der Tänzer nimmt kurze Zeit eine bewegungslose, eine eingefrorene Pose ein: Beeindruckend ist es, wenn die Jungs und Mädchen dabei einen einarmigen Handstand machen und dabei ihre Gelenkigkeit, Körperbeherrschung und den eigenen Stil durch unterschiedliche Körperhaltungen betonen.
Bekannt sind auch unter Laien der „backspin“ und der „headspin“: Während man bei dem ersten „Move“ eine Drehung auf dem Rücken macht, dreht man sich bei dem zweiten allein auf dem Kopf um die eigene Achse. Zahlreiche HipHop-Fans folgten gebannt den schnellen und gekonnten Bewegungen.

 

Hinter dem Begriff „BBoying“ versteckt sich die ursprüngliche Tanzform der HipHop-Kultur aus New York. Bei uns ist sie in abgewandelter Form unter dem Begriff „Breakdance“ bekannt. Um die Tanzform aus Amerika auch in Europa ihren Ursprüngen zuzuführen, werden in vielen Ländern Europas die „Circle Princz“-Wettbewerbe durchgeführt.
Der Wettkampf in Marburg war der deutsche Vorentscheid: Das Dortmunder Team MasterPlan darf als Sieger am 7. November beim internationalen Wettkampf „Circle Kingz“ in Lausanne Deutschland vertreten.
Doch der Weg für die Sieger war lang: Sie mussten mehrere Stunden durchhalten, im ständigen Wechsel die „Circles“ betreten und dort immer wieder alles geben: Die Zuschauer, die geheimen Jury-Mitglieder und die Wettkampfteilnehmer selbst bildeten Kreise, in denen die „BBoys“ und „BGirls“ abwechselnd einige Sekunden lang ihre besten Moves zeigten.
In der Vorrunde fand der Wettkampf in drei Kreisen gleichzeitig statt, bevor die drei geheimen Jurymitglieder acht Crews benannten, unter denen das Finale ausgetragen wurde.
Die Marburger „Harlekinz“ um Dana-Charles Klang schafften den Sprung ins Finale. Der 22-Jährige ist seit mehr als vier Jahren ein „BBoy“. „Anfangs hatte ich Probleme, mich zu öffnen. Aber Ich habe schnell gelernt, dass man sich hier richtig entfalten kann“, begründet er seine Leidenschaft.
Und mit der Begeisterung hat er schon seinen Bruder, den 13-jährigen Terrell angesteckt. Der darf zwar bei dem Wettkampf nicht mitmachen, trainiert aber schon professionell mit seinem großen Bruder.

Wer die gleiche Leidenschaft für HipHop teilt und das „BBoying“ einmal ausprobieren will, kann mittwochs abends in die Alte Mensa kommen und reinschnuppern.

von Patricia Kutsch

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