Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
Afrika zum Tanzen und Anfassen

Festival im Bürgerhaus Cappel Afrika zum Tanzen und Anfassen

Am Samstag konnte man im Bürgerhaus in Cappel in eine andere Kultur eintauchen. Mit heißen Tanzrhythmen und exotischem Essen lud die Anskar-Kirche bereits zum sechsten Mal zu „Africa meets Marburg“ ein.

Voriger Artikel
Doppelter Shakespeare - halbe Sache
Nächster Artikel
Filmfestival bringt Schülern französisches Kino näher

Michael Dikizeyeko (oben) und seine Band begeisterten die Besucher des Afrika-Festivals im Bürgerhaus Cappel. Chiara (10, links) und Naomi (11) versuchten sich unterdessen im Schätzen von Reis.Fotos: Mareike Bader

Quelle: Mareike Bader

Marburg. Im Laufe des Abends füllte sich der große Saal des Bürgerhauses immer mehr. Beim Hauptact „Michael Dikizeyeko & Band“ war dann fast kein Durchkommen mehr. Bei dieser Musik hielt kaum noch jemand still. Michael Dikizeyeko zeigte seine Leidenschaft für die Musik. Keine zwei Lieder hatte er dasselbe Musikinstrument in der Hand. Er saß am Schlagzeug, dann spielte er auf seiner Gitarre, hängte sich eine Djembé-Trommel um oder saß auf einem Trommelhocker. Dazu begleitete ihn seine Band mit Keyboard, Gitarre, Bass und Posaune. Eine Mischung, die absolut in die Beine ging. Auch zuvor wurde das Publikum kräftig angeheizt: Oggie Lauer und seine siebenköpfige Band „No Tears“ aus Marburg begeisterteten mit ihrem „African Reggae“, wie sie es nennen. Und das „Kimba Djembé Orchestra“ haute bei seinem Auftritt kräftig auf die Trommeln. Abgerundet wurde der Abend durch Clayton, der erst mit lateinamerikanischen Tänzen wie Salsa, Merengue zum Tanzen aufforderte. Mit einigen Tipps zur Schrittfolge und tollem Zumba, dem aktuellen Trend in den Fitnessstudios, sorgte er für eine ausgelassene Partystimmung.

Vor sechs Jahren wurde dieses tolle Fest von afrikanischen Mitgliedern der Anskar-Gemeinde gegründet. Mit den Jahren ist es stets gewachsen, besonders dank der tatkräftigen, ehrenamtlichen Helferns wie Pastor Alexander Hirsch betont. Die wurden dieses Jahr der BOCCS-Initiative gespendet, die elf Schulen in Buyantanshi, einem Stadtteil von Kabwe, unterhält. Über 3000 Kinder nutzen die Möglichkeit dort eine Schule zu besuchen. Sie erhalten so eine bessere Ausbildung und bekommen in den Schulen auch jeden Tag ein Mittagessen.

Wer vom Tanzen und Feiern etwas Erholung suchte, wurde im Foyer des Bürgerhauses fündig. Dieser wurde zum Marktbereich umfunktioniert. Stände mit schönen Dekoartikeln, Schmuck, Tee und Schokolade luden zum Stöbern ein. Auch ein Gewinnspiel erwartete die Besucher. Nach dem Motto „Ohne Reis kein Preis“ musste geschätzt werden, wie viele Körner sich in dem großen Glas befinden. Keine einfache Aufgabe - gut, dass man auch mehrmals schätzen durfte. Besonders die vielen Kinder waren von dem Glas fasziniert.

In der Küche lockten exotische Düfte zur Stärkung, darunter ungewöhnliche Gerichte wie gebratene Hühnerbeine, ein Egusi-Stew vom Rind, Wot - ein Hackfleischauflauf oder ein ugandischer Bohneneintopf. Gut gestärkt konnte man dann im großen Saal kräftig weiterfeiern bis um Mitternacht.

von Mareike Bader

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg