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Marburg Acht statt sieben Zwerge und allerlei Zauberhaftes
Marburg Acht statt sieben Zwerge und allerlei Zauberhaftes
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17:53 06.05.2012
Am Ende der Aufführung freuten sich die Ballettschülerinnen über den verdienten Applaus. Foto: Simone Schwalm
Marburg

Es war einmal ein Mädchen mit einer Haut so weiß wie Schnee, Lippen so rot wie Blut und Haaren so schwarz wie Ebenholz, auf deren Schönheit die böse Königin so neidisch war, dass sie ihren Tod wünschte.

Das Märchen von „Schneewittchen“ präsentierten rund 80 Ballettschüler von Margot Dalir aus Stadtallendorf, Langendorf, Gladenbach und Moischt am Samstag und Sonntag in der Aula der Freien Waldorfschule. In märchenhaften Kostümen und vor einem aufwändig wechselnden Bühnenbild verzauberten die Mädchen und jungen Frauen ihr Publikum. Weder der goldene Zauberspiegel, das kleine Zwergenhaus, der Thronsaal noch der gläserne Sarg fehlten - eine bemerkenswerte Leistung all jener, die für den Kulissenbau zuständig waren.

Besonders die Jüngsten bestachen in ihrer Bären-, Schmetterlings- und Zwergenverkleidung. Da reichte die niedliche Putzaktion der Zwerge - wobei es acht anstatt sieben waren - und das verschlafene Herausstrampeln aus ihren Bettchen schon aus, um die Herzen der Zuschauer zu gewinnen.

Die älteren Tänzerinnen punkteten vor allem mit ihren Spitzenschuhen. Die böse Königin jagte den kleinsten Gästen einen ordentlichen Schrecken ein, als sie wild und zornig über die Bühne fegte, indem sie beachtliche Pirouetten drehte. Zu ihr im Kontrast stand das zarte, unschuldig lächelnde Schneewittchen, das in seinem Kostüm wirkte, als sei es gerade dem Disney-Film entschlüpft.

Am Ende der Vorstellung siegte selbstverständlich das Gute, und das Publikum würdigte das Ergebnis monatelanger Proben mit einem tosenden Applaus.

von Simone Schwalm

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