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A-cappella-Gesang in all seiner Schönheit

Konzert A-cappella-Gesang in all seiner Schönheit

Am Sonntag führten die 38 Vokalisten unter der Leitung von Brigitte Krey vor 100 Zuhörern Werke von Lechner, Distler und de Victoria auf, die um Leben und Tod, Hoffnung und Barmherzigkeit sowie Gottesglauben kreisten.

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Das Canticum Antiquum bewies, dass es zu den ersten Adressen des A-cappella-Gesangs in Marburg gehört.

Quelle: Helmut Rottmann

Marburg. Was war das für ein begeisternd reiner Klang von schönen, geschulten Stimmen des kleinen A-cappella-Ensembles aus 12 Frauen und elf Männer mit Leon(h)ard Lechners „Deutsche Sprüche von Leben und Tod“. Brigitte Krey, künstlerische Leiterin des Förderkreises für Alte Musik in Marburg, formte aus ihnen einen Chor mit einem ausgeglichenen Klangbild voller Schönheit, Durchhörbarkeit und schwebender Leichtigkeit, dem man sich bereitwillig hingab. Hugo Distler bezieht sich bei seinem „Totentanz“ auf Lechners Werk. Er hat die Texte der 14 Sprüche dem Cherubinischen Wandersmann von Angelus Silesius entnommen. Der auf 38 Sängerinnen und Sänger erweiterte A-cappella-Chor ohne Instrumentalbegleitung bewältigte bis auf wenige Ausnahmen scheinbar mühelos schwierige Intervalle, Chromatiken und sich reibende Harmonien. Das Vokalensemble Canticum Antiquum unter Brigitte Kreys Dirigat baute geschickt Kontraste auf und akzentuierte sie: pulsierende Tonmalereien in ansteigendem Forte, die sich in immer dezenter und schlichter werdende Harmonien bis ins Pianissimo abschwächten.

von Helmut Rottmann

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