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47 Veranstalter unterstützen Kulturloge

Vorstandswahlen 47 Veranstalter unterstützen Kulturloge

Seit mehr als zwei Jahren gibt es die Kulturloge Marburg. Der Verein hat Vorbildfunktion für viele Einrichtungen in Deutschland. Bei der Jahreshauptversammlung wurde der Vorstand in seinen Ämtern bestätigt.

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Bei der Jahreshauptversammlung der Kulturloge Marburg wurde Hilde Rektorschek (Mitte) als Vorsitzende ebenso wie die anderen Vorstandsmitglieder in ihrem Amt bestätigt.Foto: Sascha Schneider

Marburg. Eine Idee macht Furore: Die Kulturloge Marburg wurde vor mehr als zwei jahren gegründet, um die kulturelle Teilhabe für Menschen, die nicht genügend Geld für Kulturveranstaltungen haben, zu ermöglichen. Inzwischen ist die Marburger Initiative Vorreiter für weitere Kulturlogen in Deutschland.

In Marburg haben sich nach Auskunft des Vereins mittlerweile 1200 Kulturgäste über Sozial-Institutionen bei der Kulturloge angemeldet. 3850 Karten für Musik- Theater- oder Literaturveranstaltungen wurden von den ehrenamtlichen Helferinnen vermittelt und an der Abendkasse auf den Namen des Kulturgastes hinterlegt. Sie wurden kostenlos von den Marburger Veranstaltern zur Verfügung gestellt. Das Konzept steht unter dem Motto „behutsam-würdevoll-nachhaltig“ und hat einige Auszeichnung erhalten. Vom Bündnis für Demokratie und Toleranz wurde die Kulturloge Marburg als „vorbildliches Projekt“ ausgezeichnet, der Verein hat 2011 den „Freiherr-vom-Stein-Preis“ erhalten und wurde ebenfalls 2011 vom „Deutschen Engagementpreis“ von 1066 Projekten unter die 20 Besten gewählt.

Die Vorsitzende Hilde Rektorschek blickte bei der Jahreshauptversammlung in den Räumen des Hitzeroth-Verlags am Marktplatz in ihrem Jahresbericht auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Sie hob insbesondere die sehr gute Zusammenarbeit der Vorstandsmitglieder hervor, die sich für eine weitere Periode zur Wahl stellten und alle von den Mitgliedern in ihren Ämtern bestätigt wurden.

Einen besonderen Schwerpunkt der Arbeit der Kulturloge Marburg sieht die Vorsitzende in dem Theaterpatenprojekt, dass Jutta Kahnwald gemeinsam mit dem Hessischen Landestheater „auf einen guten Weg gebracht“ habe. Die Kinder der Kulturgäste hätten sich von den Theaterbesuchen verzaubern lassen und auch einen Blick hinter die Kulissen werfen können. Mitarbeiter des Theaters, Schauspieler oder Dramaturgen standen zudem für Gespräche zur Verfügung.

Zum Weihnachtsmärchen „Emil und die Detektive“ gab es zusätzlich für jedes Kind, das über die Kulturloge vermittelt wurde, ein Buch von Erich Kästner. Gespendet wurdensie von Boris Pichler vom Rotary Club Marburg.

Eine große Anerkennung sprach Hilde Rektorschek den inzwischen 47 Kulturveranstaltern aus Marburg und Umgebung aus, die Karten zur Verfügung stellen. „Sehr viele Karten bekommt die Kulturloge schon im Vorfeld und die Zusammenarbeit klappt richtig gut und macht Freude“, sagte die alte und neue Vorsitzende.

Die „großartige Unterstützung der Spender und Förderer der Kulturloge“ sieht Hilde Rektorschek zusammen mit den Vorstandsmitgliedern als Ansporn für eine weitere erfolgreiche Arbeit im Sinne der Kulturgäste.

n Wie sehr sich die Marburger für die Kulturloge engagieren, zeigt sich auch an einem Benefizkonzert zugunsten des Vereins: Am Samstag präsentiert der Rotary Club Marburg um 19.30 Uhr im Fürstensaal den Kammerchor Klangfarben. Geleitet wird er von Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum. Die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Egon Vaupel übernommen. Die 30 Sängerinnen und Sänger nehmen die Zuhörer mit auf eine Reise durch die Welt der Hexen und Elfen, der Götter und Nymphen. Der Erlös kommt der Kulturloge zuguten.

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