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„Federspiel“ trifft „Musikpiraten“

25. Kultursommer Mittelhessen „Federspiel“ trifft „Musikpiraten“

Der Kultursommer Mittelhessen feiert Jubiläum. Seit 25 Jahren soll Kultur die Region verbinden. Eröffnet wird das Programm mit Kindertheater und ­besonderer Blasmusik.

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Das Wiener Ensemble „Federspiel“ (oben) spielt ein Open-Air-Konzert im Biedenkopfer Schlosshof.

Quelle: Maria Frodl

Biedenkopf. Zum Auftakt reist das renommierte Wiener Ensemble „Federspiel“ nach Biedenkopf: Ab 20 Uhr präsentieren die sieben jungen Musiker Open Air im Schlosshof unter dem Titel „Spiegelungen“ zeitgenössisch veredelte alpenländische Blasmusik, wie man sie „so wahrscheinlich noch nicht gehört“ hat, teilen die Veranstalter mit. Bereits am Nachmittag wird der sogenannte Junge Kultursommer Mittelhessen im Rathaussaal in der Hainstraße vom Theater „Die Roten Finger“ mit dem Stück „Die Abenteuer der Musikpiraten“ eröffnet. Beginn ist 16 Uhr. Der Eintritt für das Kinderstück ist frei.

„Federspiel“ ist ein recht junges Ensemble: 2004 haben sich sieben Studenten von der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und vom Konservatorium Wien zusammengeschlossen, um Volksmusik aus Österreich und seinen ­Nachbarländern neu zu interpretieren. Mit Witz und Selbstironie verbinden sie Ländler mit Pop-Elementen oder ­spielen ­Arrangements traditioneller mexikanischer Musik. Das Ensemble gilt inzwischen als eines der innovativsten der europäischen Blasmusikszene.

Die „Musikpiraten“ erzählen mit Piratenliedern und klassischer Musik von Mozart, Vivaldi, Wagner und anderen die Geschichte des kleinen Locke, der ein wilder Musikpirat werden will.

200 Veranstaltungen
 an 85 Orten

Der 25. Kultursommer Mittelhessen bietet unter dem Motto „Auf den Berg und in die Auen“ bis zum 17. September mehr als 200 Veranstaltungen an 85 Orten in der Region zwischen Limburg und Lauterbach, Biedenkopf und Friedberg. Das Festival soll, so die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, einer der Hauptsponsoren, „die Besucherinnen und Besucher an die reizvollsten Orte in Hessens Mitte“ führen.

Vom ­Kultursommer unterstützt werden auch eine ganze Reihe von Veranstaltungen im Landkreis Marburg-Biedenkopf: Neben der Eröffnung ist dies etwa das Musical „Die Hatzfeld“, das am 11. August ebenfalls im Biedenkopfer Schloss uraufgeführt wird und an die dortige Musicaltradition mit lokalen, historischen Geschichten anknüpft. Außerdem werden im Kreisgebiet folgende Veranstaltungen aus dem 230.000 Euro umfassenden Gesamtetat gefördert:

  • Das Konzert „WasserKlangWelten“ des Ensembles Santiano am 17. Juni in der Waggonhalle.
  • Das Konzert der Weltmusik-Band „Crossing Over“ ­am 25. Juni in der Waggonhalle.
  • Die Performance „In tausend Formen…“, die das Theater Gegenstand vom 12. bis 20. August an verschiedenen Orten im Landkreis zeigt.
  • Opas Diandl gastiert am 24. August im Biedenkopfer Schlosshof mit alpenländischer Volksmusik.
  • Die freie Marburger Gruppe „german stage service“ zeigt vom 7. bis 16. September im G-Werk das Tanztheaterstück „Dimensionen“.

Der Junge Kultursommer richtet sich an Kinder und Jugendliche. Er bietet 46 Veranstaltungen an 28 Orten in der Region. Schon vor der offiziellen Eröffnung sind die „Musikpiraten“ in Kirchhain und Amöneburg unterwegs.

  • Das Kinderstück „Die Steinsuppe“ ist am 29. Juni in Breidenbach zu sehen, der Kinderliedermacher Martin Pfeiffer ist am 10. Juni im Schönbacher Dorfgemeinschaftshaus (15 Uhr) zu Gast.
  • „Kleiner Piet, was nun?“ fragt das Theater Geist am 19. Juni in Kleinseelheim und das Buchfink-Theater spielt am 26. Juni in der Amöneburger Schlossruine „Ferdinand im Müll“.
  • „Auftakt der Kunst“ heißt eine Hip-Hop-Veranstaltung am 24. Juni in Marburg.

Karten für „Federspiel“ gibt es im Internet unter www.adticket.de. Da im Bereich des Landgrafenschlosses keine Parkplätze zur Verfügung stehen, bieten die Veranstalter einen kostenlosen Pendelbusverkehr zwischen dem Parkplatz der beruflichen Schulen (Hainstraße - Ecke Königsberger Straße) und dem Schlosshof an. Die Busse fahren ab 18.45 Uhr im Rhythmus von etwa 20 Minuten. Zurück fahren sie ab 22.30 Uhr.

von Uwe Badouin

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