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200 Kehlen singen „Deideidadadadadei“

Konzert 200 Kehlen singen „Deideidadadadadei“

Eric Fish & Friends begeisterten im ausverkauften Kulturladen KFZ 200 Zuhörer mit Liedermacherqualitäten, kernigen Gesangssätzen und Akustikarrangements.

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Uwe Nordwig (von links), Gerit Hecht, Eric Fish, „denkerskind“ alias Till Schneider, B. Deutung alias Tobias Unterberg, und Rainer Michalek.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Eine ganz eigene, einmalige Stimmung stellte sich im Freitag im KFZ beim Konzert von „Eric Fish & Friends“ ein: Schnell wurde deutlich, dass die Freunde nicht nur auf der mit Tischchen und vielen Kerzen ausgestatteten Bühne saßen, sondern etliche auch unter den mehr als 200 Zuhörern davor. Spätestens, als sie bei „Steh auf“ aus vollem Hals in den zur „Gebt mir Energie“ (Fish)-Melodie gewordenen Refrain „Deideidadadadadei“ einstimmten, der zwischendurch spontan oder nach Aufforderung durch Fish noch öfter erklang.

„Was ihr hier seht, ist das absolute Minimum, das man aufbieten kann – ein Mann und seine Gitarre“, verkündete Eric Fish, als er gegen 21 Uhr alleine die Bühne bestieg. Davor hatte bereits eine Stunde lang „denkerskind“ alias Till Schneider aus Hanau seine mal nachdenklichen, mal kraftvollen Lieder zur Gitarre präsentiert. Fish, der eigentlich Hecht heißt, verbreite mit seinem ersten, noch relativ neuen Stück Heiterkeit. „Ich möchte kein Popstar sein, Popstars müssen sich bräunen“, sang er zur Melodie von Grauzones „Eisbär“ und nahm damit Sendungen wie DSDS und das Pro Sieben-Äquivalent auf die Schippe. Uwe Nordwig und Rainer Michalek setzten sich links und rechts von Fish. Uwes warme und Rainers raue Stimme ergänzten das ausdrucksstarke und faszinierende, leicht quäkende Organ Fishs sehr gut zu beeindruckenden Gesangssätzen.

Ab dem fünften Stück ist das Ensemble mit Gerit Hecht am E-Piano Tobias Unterberg am Cello komplett – zusammen mit den drei Akustikgitarren, gelegentlich spielt Rainer Michalek auch Mundharmonika, erklingen nun ungewöhnliche, faszinierende und mitreißende Arrangements. Später kamen englische Coverversionen, beispielsweise „I’m a sinner too“ von Pothead, „Turn the page“ von Bob Seger und mehrere Klassiker von Crosby, Stills and Nash wie das religionskritische „Catheral“ dazu. „Anders sein“ kündigte Fish nach Mitternacht als letztes Stück an, vier Zugaben erklatschte sich das begeisterte Publikum, das überwiegend aus jüngeren Zuhörern, aber auch aus Menschen jenseits der Pensionsgrenze bestand.

von Manfred Schubert

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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