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12 Männer für einen gelungenen Abend

Tenöre 12 Männer für einen gelungenen Abend

Reine Männerchöre können oft sehr eintönig sein. Nicht so die „The 12 Tenors“, die am Montag in der Stadthalle vor etwa 500 Besuchern auftraten. Mit überwältigender Stimmpower präsentierten sie Stücke aus Oper, Rock, Pop und Klassik.

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Das Vokal-Ensemble „The 12 Tenors“ begeisterte die etwa 500 Zuschauer mit seinem vielfältigen Programm aus Oper, Rock, Pop und Klassik.

Quelle: Uwe Brock

Marburg. Mit viel Charme und Humor unterhielten sie die begeisterten Besucher zwischen den Liedern. Absalom Reichardt begrüßte die Marburger mit den Worten: „Es gibt zwei Deutsche bei unseren Tenören. Ich bin, wie sie hören, einer davon und man kann uns ganz leicht von den anderen unterscheiden – wir sind die gutaussehenden“. Seit acht Wochen sind die zwölf nun schon auf Deutschlandtournee. Unter allen Städten, in denen sie waren, gibt es – will man dem eben genannten Moderator des Abends glauben – nur eine Stadt, die alle überbieten kann: „Die Perle von Hessen – Marburg.“ Und das sage er natürlich nicht in jeder Stadt, versicherte er den Zuschauern.

Die Sänger nahmen das Publikum mit auf eine internationale musikalische Reise. Sie starteten in Deutschland mit „Dein ist mein ganzes Herz“ und „Die Liebe der Matrosen“. Dann ging es weiter nach Italien mit „My Love“ von Italo-Rocker Zucchero. Gesungen wurde der Titel von Anthony Williamson, der mit 21 Jahren das jüngste Mitglied der Gruppe ist. Seine glasklare und helle Stimme trieb einem häufig wohlige Schauer über den Rücken. Gary Davis präsentierte seine starke Stimme bei dem berühmten „O sole mio“ und „Nessun Dorma“.

Bei Songs wie „Volare“ oder „Kalinka“ heizten die zwölf das Publikum ein und animierten zum Mitklatschen und -schnipsen. Über Russland „reisten“ die Zuschauer weiter nach England und in die USA. Bei dem bekannten Queen-Titel „Bohemian Rhapsody“ zeigte sich die Vielfältigkeit des Chores. Alleine dieses Lied vereint viele verschiedene Stilrichtungen der Musik, welche die Männer perfekt darboten. Doch ganz ohne Frauen ging es dann auch nicht. Sie wurden während des gesamten Konzertes von drei Musikerinnen an Schlagzeug, Keyboard und Piano optimal begleitet. Bei der Zugabe erfreute sich vor allem das weibliche Publikum über die Titelwahl. „You can leave your hat on“ von Joe Cocker veranlasste Richard Munday dazu, ein wenig Haut zu zeigen und die Zuschauerinnen zum Anfeuern zu animieren.

Die zwölf Tenöre bewiesen, dass Opernsänger durchaus das Genre wechseln und damit Erfolg haben können. Ein Konzept, das auch junge Leute begeistern soll. Ein sehr gelungener Abend: ein großartiger Chor, starke Solostimmen und ein abwechslungsreiches Programm gespickt mit charmanter Komik. Nach zwei Stunden voller Musik zum Träumen, Tanzen, Lachen und Weinen verabschiedeten sich die Tenöre nach Mosbach zum letzten Konzert ihrer Tournee.

von Sofia Papadopoulou

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