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Zwei Azubis lernen in Polen

Angehende Werkzeugmechaniker sammeln im Ausland Erfahrungen Zwei Azubis lernen in Polen

Neue Arbeitsweisen ­kennenlernen, Kontakte im Ausland knüpfen: Während ein Auslandsaufenthalt für viele Studenten zu ihrer Laufbahn gehört, hat sich für ­Auszubildende diese Tür erst vor Kurzem geöffnet.

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Als erste Auszubildende eines technischen Berufs im Hinterland haben Ali Tasiran (links) und ­Marcel Guth an dem europäischen Austauschprogramm „Erasmus Plus“ teilgenommen.

Quelle: privat

Biedenkopf. Als erste Azubis im Hinterland haben die angehenden Werkzeugmechaniker Marcel Guth und Ali Tasiran an dem EU-Programm „Erasmus Plus“ teilgenommen und drei Wochen lang den Arbeitsalltag in einem polnischen Metallbaubetrieb in Breslau kennengelernt. Unterstützt wurden sie dabei von den Beruflichen Schulen Biedenkopf sowie von ihrem Ausbildungsbetrieb, der Firma Elkamet Kunststofftechnik in Biedenkopf.

„Eine super Erfahrung“, berichteten die beiden Azubis, die das europäische Austauschprogramm „auf jeden Fall“ weiterempfehlen. Das „Erasmus Plus“-Programm richtet sich an Auszubildende oder Berufsfachschüler, die internationale Berufserfahrung schon gleich zu Beginn ihres Berufsweges sammeln wollen.

Über eine begrenzte Zahl an sogenannten „Mobilitätsstipendien“ fördert die Europäische Union junge Leute, die sich für die Teilnahme an dem Programm bewerben und auch einen Teil der Kosten selber aufbringen müssen.

Marcel Guth und Ali Tasiran wurden dabei von ihrem Ausbildungsbetrieb, der Firma Elkamet, finanziell unterstützt und für die Dauer des Auslandspraktikums freigestellt. Fachlehrerin Petra Gallinger von den Beruflichen Schulen in Biedenkopf half und beriet bei den organisatorischen Aspekten.

„Bei uns sind Arbeitsplätze 
hell und sauber“

Bei zwei Vorbereitungstagen in Berlin bekamen Marcel Guth und Ali Tasiran die Gelegenheit, mit ehemaligen Austausch-Azubis zu sprechen und ihre deutschen sowie die polnischen Betreuer kennenzulernen.

Gearbeitet haben sie während des Austauschs bei einem Metallbau-Betrieb in einem Randbezirk der Stadt Breslau, wo sie einige Aufgaben übernehmen konnten: Beispielsweise Leisten fräsen oder Gewinde schneiden. „Wir haben aber auch oft einfach nur zugeschaut“, berichtete Ali Tasiran, der jetzt ganz neu zu schätzen wisse, was er an seinem Ausbildungsbetrieb hat: „Bei uns sind die Arbeitsplätze hell und sauber und wir können selbstständig arbeiten.“

Neben der Arbeit in dem Betrieb bekamen die angehenden Werkzeugmechaniker auch Englischunterricht und gingen in der Stadt auf Entdeckungstour – so sahen sie sich ein Spiel der Handball-Nationalmannschaft während der EM-Vorrunde an: „Das war toll, und wir können sagen, dass wir die Europameister live gesehen haben.“

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