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Fiat

Verkaufsschlager gab es für 2.880 Mark

Am 1. Februar 1960 begann im Marburger Autohaus Kaletsch das Kapitel „Fiat“. Als einer der ersten Autohändler im Landkreis übernahm Firmengründer Hans Kaletsch das italienische Fabrikat per Händlervertrag.

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Vor 50 Jahren übernahm Autohändler Hans Kaletsch (2. von rechts) die Marke Fiat per Vertrag.

© Björn-Uwe Klein

Marburg. Für die nunmehr 50-jährige Partnerschaft wurde das Autohaus jetzt mit einer Urkunde ausgezeichnet, übergeben durch Christopher Magel und Ottmar Missler von Fiat Group. Hans Kaletsch, der beim Autohaus Reuter seine Lehre gemacht hatte, und seit dem Jahr 1952 anerkannter Fiat-Experte ist, betrieb ab 1956 eine freie Kfz-Werkstatt – erst in der Neuen Kasseler Straße, ab 1959 schließlich in der Rosenstraße. Der Umzug in die Stefan-Niderehe-Straße, dem heutigen Standort des Unternehmens, erfolgte im Jahr 1964. Die Anfänge, so erinnert sich Hans Kaletsch im Gespräch mit der OP, standen im Zeichen des Wirtschaftswunders. Die Mobilisierung der Bevölkerung hatte noch längst nicht ihr heutiges Niveau erreicht.

„Zuwächse im Geschäft wie sie in der heutigen Zeit nicht mehr vorstellbar sind, waren damals Normalität“, berichtet Kaletsch. Verkaufsschlager in seinem Sortiment sei zu jener Zeit der Fiat 500 gewesen. „Der ganz normale Arbeiter kaufte ihn“, weiß der Autohaus-Gründer, Kostenpunkt: 2.880 Deutsche Mark. Der 79-Jährige weiß sein Lebenswerk weiterhin in den Händen der Familie. Bis 1994 leitete er die Geschicke seines Autohauses, ehe er sie an seinen Schwiegersohn Reinfried Weber übertrug. Mittlerweile ist auch sein Enkelsohn Christian Weber in die vorderste Reihe aufgerückt und führt aktuell die Geschäfte in dritter Generation.

von Björn-Uwe Klein

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.


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