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„Wagner Zahntechnik“

Teams proben auf Schiff neue Struktur

Der Mittelstand sucht händeringend nach 
Fachkräften. Und sind 
diese gefunden, sollen sie auch bleiben – Personalentwicklung spielt zur Bindung der Mitarbeiter eine wichtige Rolle.
Projektkoordinator Thomas Marterer (von links), Volker und Martina Wagner sowie Prozessberater Dr. Johannes Oehlmann vor dem Neubau von Wagner Zahntechnik. Foto: Andreas Schmidt

Projektkoordinator Thomas Marterer (von links), Volker und Martina Wagner sowie Prozessberater Dr. Johannes Oehlmann vor dem Neubau von Wagner Zahntechnik.

© Andreas Schmidt

Wittelsberg. Martina und 
Volker Wagner haben 2011 den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und in Wittelsberg das Unternehmen „Wagner Zahntechnik“ gegründet. „Wir haben zunächst in einer umgebauten Garage und in Nebenräumen unseres Wohnhauses begonnen“, erläutert Volker Wagner. Mit zwei Meistern, vier Technikern und einem Fahrer sei das Team schon vom ersten Tag an gut aufgestellt gewesen.

Doch das neue Unternehmen wurde von Aufträgen geradezu überrollt, „bis zum Jahresende wuchs das Arbeitsvolumen kontinuierlich an, sodass wir recht zügig neue Mitarbeiter eingestellt haben“, so Wagner. Seit der Gründung vor fünf Jahren ist die Zahl der Mitarbeiter nun auf 26 gewachsen.

Neues Gebäude ist schon wieder zu klein

Damit einher ging auch der Neubau eines Firmengebäudes, denn, wie Volker Wagner erläutert: „Aufgrund von Auflagen des Bauamts war klar, dass wir unsere provisorischen Räume, die sich in einem Wohngebiet befanden, innerhalb von drei Jahren verlassen mussten.“

In 2015 erfolgte der Umzug in den Neubau, der innerhalb von nur fünf Monaten fertiggestellt war. „Und das Gebäude ist schon wieder zu klein, der Anbau ist schon 
geplant“, sagt Volker Wagner.

Doch mit dem Wachstum des Unternehmens wurde es auch nötig, Arbeitsabläufe und 
Organisationsstruktur zu überarbeiten. „Gleichzeitig wollten wir aber die gemeinsame Arbeit im Team, die immer schon eine hohe Priorität in unserer Firma hatte, beibehalten“, so Wagner.

Durch das schnelle Wachstum sei die Personalentwicklung ein Stück weit in den Hintergrund getreten, „denn erstmal haben wir versucht, die Arbeit zu bewältigen“, sagt Wagner.

Bei der Erstberatung 
wird die Firma analysiert

Also holte er sich externe Hilfe ins Haus: Denn das Programm „Unternehmenswert Mensch“, das vom Arbeitsministerium und dem Europäischen Sozialfonds gefördert wird, soll genau kleinen und mittelständischen Unternehmen bei der Personalentwicklung und Mitarbeiterbindung helfen.

„Im vergangenen November haben wir ein Erstberatungsgespräch mit einer Analyse kombiniert“, sagt Thomas Marterer. Er ist Erstberater und Projektkoordinator des Projekts in der Region Mittelhessen bei der Zaug gGmbh. „Dabei wurde deutlich, dass es nicht nur um die Strukturen und die Perspektiven für ein langfristig wachsendes Unternehmen und den Generationsübergang ging“, erläutert Marterer.

Außerdem sollte mehr Arbeit delegiert werden – die Führungsstruktur sollte also weg von der klassischen Pyramidenform, bei der der Chef über allem thront – hin zu flacheren Hierarchien. „So kann die Zusammenarbeit im Team mehr gefördert und auch angestoßen werden“, so Marterer. „Wenn die Abstimmung besser passt, setzt das gleich mehr Energie frei“, sagt er.

Vier zentrale Handlungsfelder 
gibt es: Die Personalführung soll die individuellen Bedürfnisse der Beschäftigten berücksichtigen und diese aktiv in Entscheidungen einbinden. „Chancengleichheit und Vielfalt“ soll Unternehmen neue Potenziale bieten, wenn sie den Besonderheiten der eigenen Belegschaft gerecht werden und allen Beschäftigten Entwicklungschancen bieten.

Prozessberater begleitet das Unternehmen

Das Themenfeld „Gesundheit“ beleuchtet Angebote zur Förderung der physischen und psychischen Gesundheit, und das Handlungsfeld „Wissen und Kompetenz“ setzt darauf, dass Wissen im Betrieb gehalten und innerbetrieblich weitergegeben wird und dass eine Weiterbildung stattfindet.

In allen Feldern gab es Handlungsbedarf – und das Unternehmen war bereit, sich darauf einzulassen. Ihm wurde Dr. Johannes Oehlmann als Prozessberater zur Seite gestellt. „Wir haben im vergangenen halben Jahr in Einzelgesprächen, Team-Meetings und Seminaren daran gearbeitet, dass eine mittlere Führungsstruktur eingerichtet wird. Dabei sind wir gerade in der Umsetzungsphase“, erläutert er.

Insgesamt steht er Wagner Zahntechnik zehn Beratertage lang zur Verfügung – denn diese Zeit wird durch das Projekt gefördert. „Es gab bereits einen Reflexionsprozess, der Wille nach Veränderung war da“, resümiert er die erste Zeit. Und die Beratung sei bisher sehr gut abgelaufen.

Tagungsfahrt zur Förderung der Teambildung

„Wir bringen Leute in die Reflexion und in den Austausch – das hat ganz viel mit Anerkennung zu tun. Und auch damit, Kritikfähigkeit zu lernen“, so Oehlmann. Die Prozesse liefen bereits sehr gut an, die Motivation zur Veränderung sei sehr gut.

Dazu beigetragen hat auch eine dreitägige Tagungsfahrt zum fünfjährigen Bestehen des Unternehmens: Das Wagner-Team fuhr auf dem Schiff von Kiel nach Oslo und zurück. „Teambildung und -förderung sowie gemeinsamer Spaß waren die Ziele“, sagt Wagner – mit vollem Erfolg. Man habe intensiv geredet und miteinander gearbeitet, die neue Organisationsstruktur in Kleingruppen erprobt – „all dies sorgte für einen freieren, offeneren und entspannten Umgang miteinander, was abends kräftig gefeiert wurde“.

Noch bis September läuft das Projekt, und Wagner sagt: „Schon jetzt zeigt sich der positive Effekt des Programms. Die Veränderungen und Verbesserungen innerhalb der Organisationsstruktur tragen zu einem stressfreieren und geregelteren Arbeitsalltag bei.“

von Andreas Schmidt


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