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Kirchhain

Solarförderung schrumpft ab 9. März deutlich

Im Schnellverfahren wollen Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) die Solarförderung kürzen – zum Frust einer ganzen Branche.

Rund 350 Mitarbeiter von Wagner & Co. Solartechnik demonstrierten am Donnerstag gegen die von der Bundesregierung geplante Kürzung der Solarförderung. Symbolisch verließen die Mitarbeiter das Werksgelände der Kollektorenfabrik in Kirchhain.

© Katharina Kaufmann

Kirchhain. Während die beiden Minister sich am Donnerstagmittag in Berlin auf einen Kompromiss bei der Kürzung der Solarförderung einigten, gingen in der Kirchhainer Kollektorenfabrik von Wagner & Co. Solartechnik rund 350 Mitarbeiter demonstrativ vom Gelände. In den Händen hielten sie Plakate und Fahnen: „Sunblocker“ Rösler war darauf ebenso zu sehen wie eine traurige schwarze Sonne. „Die völlig überzogenen Kürzungspläne bedrohen den Erfolg der Energiewende und die Existenz unseres Unternehmens“, erklärte Geschäftsführer Christof Biba nicht ahnend, dass die Entscheidung bereits gefallen war.

Eine Entscheidung, die jetzt schnell umgesetzt werden soll: Bereits nächste Woche entscheidet das Kabinett über das Konzept von Röttgen und Rösler. Dann muss der Bundestag festlegen, ob die Kürzungen tatsächlich ab 9. März gelten. Geplant ist, die Solarstrom-Einspeisevergütung um zwischen 20 und 30 Prozent zu kürzen. Riesige Freilandanlagen sollen überhaupt keine Förderung mehr erhalten. Bei Dachanlagen werden nur noch 85 Prozent des erzeugten Stroms gefördert, bei Solarparks 90 Prozent.

„Was hier geplant ist, ist ein Solar-Ausstiegsgesetz“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, Carsten Körnig. Zehntausende Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel.

von Katharina Kaufmann

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