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Schüler informieren sich über Falschgeld

Prävention an Kaufmännischen Schulen Schüler informieren sich über Falschgeld

Lisa und Ruben halten an den Kaufmännischen Schulen Marburg (KSM) Geldscheine in den Händen. Die Farben auf dem 50-Euro-Schein sind etwas verblasst, und er fühlt sich nicht echt an. Der 200er sieht jedoch echt aus.

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Die Azubis Ruben und Lisa prüften im Unterricht Geldscheine auf Echtheit.

Quelle: privat

Marburg. Beim genaueren Hinsehen erkennen die Schüler den Sicherheitsfaden auf der Rückseite des Scheins. Außerdem ertasten sie leichte Erhebungen an den Seiten. Trotzdem handelt es sich bei dem Geldschein nur um eine gut gemachte Fälschung.

Noch nie seit Einführung des Euro im Jahr 2002 wurden laut Bundesbank so viele „Blüten“ aus dem Verkehr gezogen wie vergangenes Jahr. Um künftige Einzelhändler für Falschgeld zu sensibilisieren, besuchten Selina Oswald und Tobias Ruhl von der Deutschen Bundesbank die Mittelstufenklassen der Azubis im Einzelhandel an den KSM. Dabei hatten sie verschiedene Fälschungen dabei, die die angehenden Einzelhändler ganz genau prüfen mussten.

Die meisten Fälschungen seien leicht zu entlarven, so die Experten. Doch immer wieder gebe es auch sehr „kreative“ Fälscher, denen es gelinge, Sicherheitsmerkmale gekonnt zu kopieren. So verfügte eine der mitgebrachten Blüten sogar über einen Sicherheitsfaden, der einem echten Geldschein entnommen wurde.

Um ganz sicher zu gehen, dass es sich bei einer Banknote nicht um eine Fälschung handele, müsse der Schein genau unter die Lupe genommen und am besten mit einem echten Geldschein verglichen werden. So würden alle sechs Sicherheitsmerkmale der Geldscheine sichtbar – das nehme zwar etwas Zeit in Anspruch, lohne sich aber. Denn für Falschgeld gibt es keinen Ersatz.

„Die Schulung ist bei unseren Auszubildenden gut angekommen“, so Thomas Gaudek, Lehrer an den KSM und Koordinator im Einzelhandel. „Deswegen planen wir, diese Veranstaltung regelmäßig für unsere Auszubildenden im Einzelhandel anzubieten.“

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