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Hof gelingt der Sprung in die „Top 100“

Unternehmen in Deutschlands Innovationselite Hof gelingt der Sprung in die „Top 100“

Zum 23. Mal wurden die Top 100 ausgezeichnet, die innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands. Dazu zählt nun auch Hof Sonder­anlagenbau aus Lohra.

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Aus den Händen von Ranga Yogeshwar (Zweiter von rechts) nahmen Stefan Becker (von links), Diana Hof-Schneider und Dr. Alexander Hof die Auszeichnung entgegen.

Quelle: privat

Lohra. Das Unternehmen nahm zuvor an einem wissenschaftlichen Auswahlprozess teil. Untersucht wurden dabei etwa das Innovationsmanagement und der Innovationserfolg. Der Mentor des Wettbewerbs, Ranga Yogeshwar, ehrte das Unter­nehmen während des Deutschen Mittelstands-Summits am 24. Juni in Essen.

Die Hof Sonderanlagenbau GmbH ist einer der führenden Spezialisten unter anderem in der Herstellung von individuellen Gefriertrocknungsanlagen für die pharmazeutische und biotechnologische Industrie. Bei Top 100 punktete das Unternehmen vor allem durch seine außergewöhnlichen Prozesse.

Viele Innovationen entstehen demnach außerhalb der Geschäftszeiten in fest eingetakteten Innovationsmeetings. Damit Ideen nicht versanden, werden diese parallel auch durch einen externen Berater begleitet, der alle relevanten Impulse festhält und weiterverfolgt. In dem 1988 gegründeten Familienunternehmen sind derzeit mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigt.

Experimente werden im Applikationslabor getestet

Innovationen überlässt man nicht dem Zufall: So werden neue Lösungen und Maschinenbau-Experimente im eigenen Haus – beispielsweise im Applikationslabor – getestet. „Wir diskutieren und dokumentieren gemeinsam mit dem Qualitäts- und Verbesserungsmanagement unsere Ideen“, sagt Geschäftsführer Hans-Georg Hof. Die Geschäftsführung investiert 40 Prozent ihrer Arbeitszeit in Innovationen.

Im vergangenen Jahr hätten die Mitarbeiter 150 Verbesserungsvorschläge eingebracht – 85 Prozent der Ideen seien umgesetzt worden. „Termingerechte Qualität für anspruchsvolle Kunden“ – so lautet das Motto von Hof. Fast jede Maschine, die das Unternehmen ausliefert, sei ein Unikat oder eine Neuentwicklung, denn sie sei eng mit dem Kunden ­abgestimmt und nach dessen spezifischen Ansprüchen hergestellt. Bevor es zu ­einem Auftrag kommt, erhält Hof ein umfassendes Lastenheft. Die Prozesse, mit denen man das abarbeitet und realisiert, sind genau definiert 
und nach ISO 9001 auch zertifiziert.

Bevor die Geschäftsleitung grünes Licht für eine Innovation gibt, werden alle Gesichtspunkte abteilungsübergreifend geprüft. Dabei steht der kurzfristige Gewinn im Fokus, aber auch der langfristige und zukünftige Output, der mit einer Neuerung verbunden sein kann. Auch neue technologische Herausforderungen, etwa die kontrollierte Keimbildung, meistert man gemeinsam.

Mehr als 4000 Unternehmen interessierten sich in ­diesem Jahr für eine Teilnahme an dem Preis Top 100. 366 bewarben sich für die Qualifikations­runde, 284 kamen in die Finalrunde. 238 schafften schließlich den Sprung in die Top 100 – 
maximal 100 in jeder der drei Größenklassen. Bewertet wurden die Unternehmen von Professor Nikolaus Franke und seinem Team vom Lehrstuhl für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien.

Die Top 100 zählen in ihren Branchen zu den Schrittmachern. Das belegen die Zahlen der Auswertung: Unter den Unternehmen sind 97 nationale Marktführer und 32 Weltmarktführer.

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