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Umfrage der IHK

Firmen fürchten Einbußen

Der Brexit schadet Teilen der Wirtschaft im IHK-Bezirk Kassel-Marburg – das ergab eine Blitzumfrage der IHK Kassel-Marburg unmittelbar nach dem Referendum.
Die Hauptgeschäftsführerin der IHK, Sybille von Obernitz, prognostiziert nach dem Brexit auch Einbußen für Marburger Unternehmen. Archivfoto

Die Hauptgeschäftsführerin der IHK, Sybille von Obernitz, prognostiziert nach dem Brexit auch Einbußen für Marburger Unternehmen.

© Archiv

Marburg. Hauptgeschäftsführerin Sybille von Obernitz zu den Ergebnissen: „Die Entscheidung im Vereinigten Königreich über einen Austritt aus der Europäischen Union schadet auf Dauer auch Unternehmen in Nordhessen und Marburg.“

Die Unternehmen exportierten demnach weniger nach Großbritannien, planten, ihre 
Investitionen und Beschäftigungspläne auf der Insel zurückzufahren und fürchteten mehr Handelshemmnisse.

„Die politische und rechtliche Unsicherheit führt bereits in der Übergangszeit bei 26,4 Prozent der Unternehmen zu sinkenden Ausfuhren nach Großbritannien. Nach einem vollzogenen Austritt rechnen sogar 51,9 Prozent der Unternehmen mit geringeren Lieferungen zu unserem drittwichtigsten Exportpartner.“

IHK: Es dürfe keine 
„Rosinenpickerei“ geben

Große Probleme sähen die Unternehmen in Wechselkursrisiken, in zusätzlicher Bürokratie und bei rechtlichen Unterschieden. „Daher ist es aus Sicht der IHK Kassel-Marburg wichtig, dass die Verhandlungspartner die richtige Balance finden zwischen guten zukünftigen Handelsbeziehungen mit Großbritannien und einem weiterhin funktionierenden Binnenmarkt. Damit das gelingt, kann es keine Rosinenpickerei geben“, verdeutlicht von Obernitz.

Durch den Brexit werde deutlich, „wie wichtig die Errungenschaft des einheitlichen EU-Binnenmarkts für deutsche Unternehmen ist. Die IHK Kassel-Marburg wird selbstverständlich für ihre Mitgliedsunternehmen zielgerichtete Angebote bereitstellen, um sie bestmöglich bei Fragen zu Konsequenzen aus dem Brexit für ihre Geschäftstätigkeit in Großbritannien zu beraten“.

  • An der Befragung vom 27. bis 29. Juni haben laut IHK 291 Unternehmen teilgenommen.

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