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Berufspraktische Weiterbildung

Behinderte kehren auf den Arbeitsmarkt zurück

Der berufliche Wiedereinstieg für Arbeitssuchende mit Behinderung ist sehr schwer – ein Projekt von Arbeit und Bildung kann den Weg erfolgreich 
ebnen.
Die Kursteilnehmer der berufspraktischen Weiterbildung für Menschen mit Behinderung wurden von der Lehrgangsleitung und Vertretern der Arbeitsagentur verabschiedet. Privatfoto

Die Kursteilnehmer der berufspraktischen Weiterbildung für Menschen mit Behinderung wurden von der Lehrgangsleitung und Vertretern der Arbeitsagentur verabschiedet.

© privat

Marburg. Der Weg in den ersten Arbeitsmarkt wird mit längerer Arbeitslosigkeit versperrt durch veraltete Berufskenntnisse, wachsende Enttäuschung durch Absagen oder falsche Selbsteinschätzung.

Genau hier setzt die „berufspraktische Weiterbildung“ (BPW) von Arbeit und Bildung an. Die BPW organisiert und begleitet das zielorientierte Wechselspiel von Probehandeln, Selbst- und Fremdeinschätzung, Qualifizierung in Betrieben und praktischer Bewährung.

Boris Hoss, Fachvermittler für Menschen mit Behinderung der Arbeitsagentur Marburg, gab 13 Teilnehmern Ende vergangenen Jahres den Rat, sich mit einer BPW für Schwerbehinderte für den ersten Arbeitsmarkt neu zu qualifizieren.

Finanziert von der Agentur für Arbeit wagten die neun Männer und vier Frauen im Alter von 34 bis 59 Jahren diesen Neuanfang. Das oberste Ziel des Kurses waren die berufliche Orientierung und die Integration in den ersten Arbeitsmarkt.

Trainings sind 
individuell zugeschnitten

„Die enge Verzahnung von Schulung, sozialpädagogischer Betreuung, Hilfe bei der Stellensuche und abgestuften betrieblichen Erprobungen stärkt die eigenen Kompetenzen und führt schrittweise in ein Arbeits- oder Qualifizierungsverhältnis“, sagen die Kursleiterinnen Magdolna Bezeredy und Bettina Niklaus.

„Dabei wird passgenau auf die unterschiedlichen Schwierigkeiten von jüngeren und älteren Arbeitssuchenden, Frauen oder Männern, und den spezifischen gesundheitlichen Einschränkungen eingegangen“, so Abteilungsleiter Volkhardt Wolff.

Die Inhalte reichten von der Feststellung der Kompetenzen über Bewerbungstraining bis hin zur Stilberatung. Außerdem wurden Bewerbungs-Videos analysiert, die während eines Vorstellungsgesprächs aufgenommen wurden. Abgerundet wurde das Angebot durch individuell zugeschnittene Praktika.

Im Zuge der beruflichen Qualifizierung war die Teilnahme an zwei Modulen verpflichtend. EDV-Arbeit, Analyse des aktuellen Stellenmarktes, Themen zum Arbeitsrecht und Arbeitsschutz, Renten- und Schuldenberatung, Kommunikationstraining aber auch das Einüben von Entspannungstechniken im Hinblick auf Work-
 Life-Balance waren Bestandteil des Kurses.

Boris Hoss: Man muss nur genau hinschauen

„Wir konnten hier unsere individuellen Stärken und Kompetenzen mit den Anforderungen des heutigen Arbeitsmarkts abgleichen. Ob gezieltes Bewerbungstraining oder Stilberatung für Bewerbungsgespräche, das alles zusammen hat mir zu meinem neuen Job verholfen, da bin ich absolut sicher“, sagt eine Altenpflegerin.

Und Boris Hoss ist sich sicher, dass es für alle Menschen mit Behinderung Arbeitsplätze in den verschiedensten Branchen gebe. Man müsse nur genau hinschauen, wo diese Menschen den optimalen Platz einnehmen könnten. Hochmotivierte Mitarbeiter erfreuten dann jeden Arbeitgeber.

Von den 13 Teilnehmern schieden 3 vorzeitig wegen Krankheit aus. Von den verbliebenen Kurs-Absolventen habe man lediglich einen nicht vermitteln können. Fünf seien bereits in sozialversicherungspflichtiger Arbeit untergekommen und hätten ihre Arbeitsverträge unterschrieben.

Bei drei weiteren Teilnehmenden liege die Zusage für die Einstellung in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis vor – und für eine Teilnehmerin wird in einer Küche gar eigens eine Stelle geschaffen, die sie bekommt, sobald sie ihre Probearbeit erfolgreich abgeschlossen hat.


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