Gießen. Noch am Dienstag wurde in Gießen ein Arbeitskreis gegründet, der nun seinerseits die Untersuchungsergebnisse der Stiftung Warentest prüfen soll, damit die Mängel anschließend behoben werden können. Das teilte der Sprecher der Volksbank Mittelhessen, Stefan Spicker, am Mittwoch auf Nachfrage dieser Zeitung mit. Die Stiftung hatte 21 Kreditinstitute auf die Qualität ihrer Anlageberatung getestet.
„Das fünf von fünf Beratungsprotokolle auch auf Anfrage der Kunden nicht heraufgegeben worden sind, wie die Untersuchung feststellt – das bewegt uns sehr“, sagte Spicker. Vor allem deswegen, weil es bei der Volksbank Mittelhessen eindeutige Anweisungen an die Mitarbeiter und Berater gebe, Anlageprotokolle auszufüllen und auszuhändigen und damit dem Gesetz Folge zu leisten.
Der Arbeitskreis soll nun genau untersuchen, wie die Tester beraten wurden, was dabei falsch lief und anschließend dafür sorgen, dass die Fehler beseitigt werden, erläuterte der Unternehmenssprecher.
von Katharina Kaufmann
Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.
| Städtewetter |
| Ihre Stadt/Ihr Ort |
Tagestemperatur |
|
Nachttemperatur |
|
Regenprognose |
|
Windstärke |
|
Pollenflug |
|
Kommentare
Bankentest M66 – 22.07.10
Test hin Test her - traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast.Schauen wir doch mal genauer hin:
35.000,00 Euro mit der vorrangigen Maßgabe Kapitalerhalt, etwas Risiko darf sein, Anlagedauer 10 Jahre aber notfalls auch "drankommen".
Musterlösung: Tagesgeld, Sparkonto, Anleihe, offener Immobilienfonds und Aktienfonds.
Hm...
Tagesgeld und Sparkonto - ja sicher... uups, da gab's doch auch die Kaupthing Bank ...
Anleihen - ja auch sicher ... uups, hoffentlich, da gabs doch auch Griechenland, Argentinien und die Lehman Bank ...
und alles in EURO - wie lange gibt's den denn noch ?
Offener Immobilienfonds - ja sicher Betongold ... uups Abwertung von Immobilien, zeitweise Schließungen von Fonds und die Aussage von Finanztest selbst: "Offene Immobilienfonds sind allerdings nicht hunderprozentig sicher und reichen zur Sicherung des Kapitalerhalts daher nicht aus".
-genial-
Aktienfonds - Hääää ? Kapitalerhalt ??? Das bedarf keines weiteren Kommentares ! Wenn, dann hätte es ein Aktiengarantiefonds sein sollen.
Systemfrage: Was habe ich außerdem von einem Beratungsprotokoll, wenn ich kein Geschäft abgeschlossen habe ??? - nichts -
Was sagt mir also dieser Test ?
Wenn gesetzliche Vorgaben hinsichtlich der Beratungsprotokolle bestehen, sollten diese auch eingehalten werden, ob überall sinnvoll oder nicht. Zur Beratungsqualität hinsichtlich der Produktvorschläge hat dieser Test keine Aussagekraft - siehe oben.
Eines sagt mir dieser Test aber auf alle Fälle: Testet die Tester !!!
Wie bei der Polizei Melli – 22.07.10
Bei der VB-Mittelhessen ist es so wie bei der Polizei Mittelhessen. Die VB will das Kundengefühl verbessern, die Polizei will das Sicherheitsgefühl verbessern. Beide Aussagen sind entwender unüberlegt oder die Referenten taugen nichts.Polizei: man soll nicht das Sicherheitsgefühl verbessern - sondern die Sicherheit.
VB: die VB soll den Umgang mit ihren Kunden vcerbessern und nicht das Kundengefühl.
Schlussendlich wird wohl wieder mal nichts passieren.
Vertuscht und verarscht Auch VB-Kunde – 22.07.10
Auch ich (62) bin seit mehr als 40 Jahre VB-Kunde in Marburg. Nach heutiger Sicht: leider. Bei der Marburger Bank habe ich mich wohl gefühlt. Von der jetzigen Geschäftsführung fühle ich mich verarscht. Die nehmen einen nicht mehr ernst, das ist mein Gefühl. Und ich glaube nicht, dass ich damit alleine da stehe.... Volksbank-Kunde – 22.07.10
Auf die Reaktion des Vorstandssprechers Dr. Peter Hanker bin ich nach dieser schallenden Ohrfeige für die Volksbank Mittelhessen besonders gespannt.Schon nach der letzten Untersuchung von „Finanztest“ beklagte sich Herr Dr. Hanker anschließend in einem Interview mit der Gießener Allgemeinen Zeitung über die nicht erfüllbaren Vorgaben, mit denen die Testkunden die Filialen der Volksbank Mittelhessen aufgesucht hätten. Eine sichere Anlage von 30.000 € zu einem Zinssatz von 4% p. a. sei nun mal nicht zu realisieren, konstatierte er zu Recht. Offensichtlich hat Herr Dr. Hanker dabei nur völlig vergessen, dass es auch zur Aufgabe eines Bankberaters gehört, den Kunden auf die Nichtvereinbarkeit seiner geäußerten Anlagewünsche hinzuweisen. Der von Herrn Dr. Hanker abschließend geäußerte Wunsch, die Volksbank Mittelhessen möge zukünftig nicht mehr in derartige Untersuchungen einbezogen werden, hat ihm „Finanztest“ Gott sei Dank nicht erfüllt.
Dass seit der letzten Überprüfung die Qualität der Anlageberatung bei der Volksbank Mittelhessen weiter gesunken ist, legt die Untersuchung von „Finanztest“ in aller Deutlichkeit offen. Angesichts der in einer solchen Häufigkeit aufgetretenen Verstöße liegt schon fast die Vermutung nahe, dass hier bewusst systematisch gegen bestehende Gesetze verstoßen wurde. Offenbar hat man bei der Volksbank Mittelhessen nicht aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Welche Schlüsse der eilig einberufene „Arbeitskreis“ hieraus ziehen wird, bleibt abzuwarten. Als langjähriger Kunde der Volksbank Mittelhessen habe ich meinen Entschluss bereits getroffen: mein Girokonto und meine Geldanlagen werde ich nicht mehr länger bei diesem Institut unterhalten.
... Volksbank-Kunde – 22.07.10
Auf die Reaktion des Vorstandssprechers Dr. Peter Hanker bin ich nach dieser schallenden Ohrfeige für die Volksbank Mittelhessen besonders gespannt.Schon nach der letzten Untersuchung von „Finanztest“ beklagte sich Herr Dr. Hanker anschließend in einem Interview mit der Gießener Allgemeinen Zeitung über die nicht erfüllbaren Vorgaben, mit denen die Testkunden die Filialen der Volksbank Mittelhessen aufgesucht hätten. Eine sichere Anlage von 30.000 € zu einem Zinssatz von 4% p. a. sei nun mal nicht zu realisieren, konstatierte er zu Recht. Offensichtlich hat Herr Dr. Hanker dabei nur völlig vergessen, dass es auch zur Aufgabe eines Bankberaters gehört, den Kunden auf die Nichtvereinbarkeit seiner geäußerten Anlagewünsche hinzuweisen. Der von Herrn Dr. Hanker abschließend geäußerte Wunsch, die Volksbank Mittelhessen möge zukünftig nicht mehr in derartige Untersuchungen einbezogen werden, hat ihm „Finanztest“ Gott sei Dank nicht erfüllt.
Dass seit der letzten Überprüfung die Qualität der Anlageberatung bei der Volksbank Mittelhessen weiter gesunken ist, legt die Untersuchung von „Finanztest“ in aller Deutlichkeit offen. Angesichts der in einer solchen Häufigkeit aufgetretenen Verstöße liegt schon fast die Vermutung nahe, dass hier bewusst systematisch gegen bestehende Gesetze verstoßen wurde. Offenbar hat man bei der Volksbank Mittelhessen nicht aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Welche Schlüsse der eilig einberufene „Arbeitskreis“ hieraus ziehen wird, bleibt abzuwarten. Als langjähriger Kunde der Volksbank Mittelhessen habe ich meinen Entschluss bereits getroffen: mein Girokonto und meine Geldanlagen werde ich nicht mehr länger bei diesem Institut unterhalten.