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Ärztegenossenschaft ist nun zertifiziert

Als erstem Ärztenetz in Hessen ist es der Marburger Ärztegenossenschaft „Prima“ gelungen, alle Auflagen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) für eine Zertifizierung zu erfüllen.
Dr. Hans-Joachim Conrad ist „Prima“-Geschäftsführer. Archivfoto: Björn-Uwe Klein

Dr. Hans-Joachim Conrad ist „Prima“-Geschäftsführer.

© Björn-Uwe Klein

Marburg. Damit habe die Ärzteschaft ihre hervorragende Ausrichtung auf eine zukunftweisende Patientenbetreuung unter Beweis gestellt, teilte Pressesprecher Dr. Ortwin Schuchardt mit.

Die Bundesregierung hat mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz den kassenärztlichen Vereinigungen vorgeschrieben, Ärztenetze zu fördern. Ziel des Gesetzes ist es, regionale Strukturen zu stärken. Allerdings habe man sich in Hessen mit der Umsetzung dieser Vorgabe besonders schwer getan.

Umso erfreuter zeigte sich der „Prima“-Vorsitzende Dr. Hartmut Hesse, dass man als erstes Netz in Hessen die Anerkennung als zertifiziertes Netz erhalten hat:

Genossenschaft plant bereits konkrete Projekte

„Obwohl unsere Netzstruktur schon vorbildlich war, mussten wir noch einige weitere Auflagen der KV erfüllen. So haben wir etwa ein netzinternes Fehlermanagementsystem und strukturierte Medikamentenchecks insbesondere in Pflegeheimen eingeführt. In der Zertifizierung sehen wir vor allem eine Bestätigung unserer jahrelangen Bemühungen um eine verbesserte medizinische Versorgung der Bevölkerung.“

Bei der Gründung von „Prima“ im Herbst 2008 war die Beteiligung eines Ärztenetzes als eigenständige Größe in der Gesundheitsversorgung noch Zukunftsmusik. Trotzdem hatte sich die Genossenschaft schon damals eine solche Übernahme von Verantwortung zum Ziel gesetzt.

„Jetzt sind wir bereit, mit Hilfe des Innovationsfonds neue Versorgungsformen auf den Weg zu bringen, die über die bisherige Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehen“, erklärt Geschäftsführer Dr. Hans-Joachim Conrad.

Die gesetzliche Grundlage sei geschaffen. Konkrete Projekte wollte die Ärztegenossenschaft noch nicht benennen. „Wir haben viele Ideen. Wenn wir die erhoffte finanzielle Unterstützung erhalten, können wir sofort loslegen“, so Hesse. Dass die medizinische Versorgung im Landkreis eine gute Zukunft hat, sei damit sicher.

Als nächste Aktion stehe die Europäische Impfwoche Ende April auf dem Plan. Die Information mit Plakaten und Flyern sei bereits angelaufen.


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