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„Unruh“ hält Betrieb am Laufen

Firma Elkas Gladenbach „Unruh“ hält Betrieb am Laufen

Die Firma Elkas Lager- 
und Transportsysteme 
in Gladenbach hat ihren 
Geschäftsführer für den technischen Bereich, 
Jürgen Siegel, für 25 Jahre Treue zu dem Unternehmen geehrt.

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Betriebsratsvorsitzender Peter Scheld (von rechts) und Chef Jürgen Lohse sowie Personalleiter 
Albrecht Jakob (von links) ehrten Jürgen Siegel für 25 Jahre Tätigkeit bei Elkas.

Quelle: Sascha Valentin

Gladenbach. Firmenchef Jürgen Lohse verglich den Jubilar dabei mit der Unruh eines mechanischen Uhrwerks. Diese speichere Energie und gebe sie dann dosiert ab, um das Uhrwerk am Laufen zu halten, erklärte Lohse.

Genauso mache es Jürgen Siegel. Er zeichne sich durch eine ständige Bereitschaft aus, den Betrieb voranzubringen und zu entwickeln. Dabei hatte Lohse ihn vor 25 Jahren, als es galt, einen neuen Assistenten für die technische Betriebsleitung zu finden, anfangs gar nicht auf der Rechnung, wie er rückblickend zugab.

Aus einer Reihe von Bewerbern hatte sich der Firmenchef damals drei ausgeschaut, die er zu näheren Gesprächen eingeladen hatte. Jürgen Siegel war nicht darunter. Der wurde erst von einer Beraterin ins Gespräch gebracht. Sie schlug Lohse vor, diesen Mann doch einmal in Augenschein zu nehmen – auch wenn er dem Geschäftsführer mit damals 28 Jahren eigentlich zu jung für diesen Posten war. Und sie sollte Recht behalten. Mit Jürgen Siegel sei der richtige Mann gefunden worden, der sowohl bei der Geschäftsleitung als auch bei den Mitarbeitern großes Ansehen genieße, so Lohse.

„Ich wollte kein
 Rädchen im Getriebe sein“

Nachdem Siegel 1992 zunächst als Assistent der technischen Betriebsleitung eingestellt wurde, übernahm er nur zwei Jahre später bereits die alleinverantwortliche Betriebsleitung. 1996 wurde ihm die Vollmacht über die Personalverantwortung für den gewerblichen Bereich übertragen und ab 1998 ist er als technischer Leiter auch für die Beratung bei Investitionen und Neuentwicklung von Produkten zuständig. Seit 2003 ist Siegel neben Lohse alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer von Elkas im Bereich Technik.

Der Jubilar selbst zeigte sich bescheiden. Man könne als Vorgesetzter nur so gut sein, wie seine Mitarbeiter. Die seien die eigentlichen Pfeiler des Erfolgs, betonte Siegel. Sein Ansporn sei schon immer gewesen, etwas zu bewegen. Deswegen hatte er damals auch den Job als Abteilungsleiter bei Daimler abgeschlagen. „Ich wollte kein Rädchen im Getriebe sein, sondern ein Rad“, betonte er. Und das sei in einem großen Konzern kaum möglich.

Auch nach 25 Jahren hat Jürgen Siegel bei Elkas noch deutliche Ziele vor Augen. Als größtes nannte er den Erhalt des Fertigungsstandorts Gladenbach. In Zeiten, in denen immer mehr Betriebe ihre Produktion in Billiglohnländer auslagerten, sei das durchaus eine Herausforderung. Aber sie lohne sich, sei damit doch der Erhalt von Arbeitsplätzen verbunden.

Lobende Worte fand auch ­Betriebsratsvorsitzender Peter­ Scheld, der den ausgeprägten Willen Siegels zur Entwicklung des Unternehmens würdigte. Und Personalleiter Albrecht Jakob bezeichnete Siegel als Antreiber und Motivator, der mit viel Überzeugungskraft und Hartnäckigkeit seine Ziele zum Wohle der Firma und Mitarbeiter verfolge.

von Sascha Valentin

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