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Zwei Generationen in einem Salon

Ehrenurkunde der Handwerkskammer Kassel Zwei Generationen in einem Salon

Zu ihrem 25-jährigen Meisterjubiläum erhielt die Marburger Friseurin Silke Fichtner die Ehrenurkunde der Handwerkskammer Kassel.

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Kreishandwerksmeister Rolph Limbacher, der auch Obermeister der Friseur-Innung Marburg ist, übergab die Urkunde an Friseurmeisterin Silke Fichtner, ihren Sohn Leon und ihren Vater Rudolf Fichtner.

Quelle: Marie Rentergent

Marburg. Rolph Limbacher überreichte die Urkunde in einer Doppelfunktion: Zum einen ist er der Kreishandwerksmeister – zudem ist er auch Obermeister der Marburger Friseur-Innung.

„25 Jahre – ich weiß gar nicht, wo die alle hin sind“, sagte Silke Fichtner lachend, bevor sie die Ehrenurkunde von Limbacher entgegennahm, der ihr im Namen der Handwerkskammer Kassel zu dieser Leistung gratulierte.

Salon hat seine 
Wurzeln in Bauerbach

Eröffnet wurde der Friseursalon Fichtner vor beinahe 48 Jahren von ihrem Vater Rudolf Fichtner, ebenfalls Friseurmeister. Zunächst hatte der Friseursalon seinen Sitz in Bauerbach, bis es im Jahr 1973 seinen Platz in der Brüder-Grimm-Straße in Marburg gefunden hatte.

Im Jahr 2010 übergab Fichtner den Salon schließlich an seine Tochter. „Es war von vorneherein klar, dass ich das Geschäft einmal übernehmen würde“, sagte Silke Fichtner, die 1984 ihre Lehrzeit begonnen hatte.

Ihr Vater helfe aber weiterhin in vielen Bereichen des Betriebs mit – außerdem hält er in einem regelrechten Archiv von Zeitungsausschnitten alles fest, was lokal in der Branche so vor sich geht: Von neu eröffneten Friseurgeschäften bis zu Unfällen beim Haarefärben reicht die Sammlung bisher.

Große Sammlung von Meisterbriefen und Ehrungen

Heute leitet Silke Fichtner den modern eingerichteten, hellen Salon mit der Unterstützung von zwei Teilzeitangestellten. Dass das Geschäft noch in die dritte Generation übergehen könnte, hält sie für zwar unwahrscheinlich, denn ihr zwölfjähriger Sohn interessiere sich mehr für Technik als für Frisuren. Aber das macht ihr keine Sorgen: „Aus Leon wird sicher kein Friseur, aber man kann nie wissen, wie es kommt.“

Die Urkunde jedenfalls bereichert nun eine ganze Sammlung von Meisterbriefen und Ehrungen – und in voraussichtlich anderthalb Jahren kann dank Rudolf Fichtner schon die nächste dazugehängt werden: Dann erhält er für sein 50-jähriges Jubiläum nämlich den „Goldenen Meisterbrief“.

von Marie Rentergent

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