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Zum Geburtstag gibt es Spenden für Vereine

Sparda-Bank Hessen Zum Geburtstag gibt es Spenden für Vereine

Seit 30 Jahren gibt es die Sparda-Bank in Marburg – bei der Geburtstagsfeier am Mittwoch beschenkte die Bank allerdings zwei Vereine mit Spenden über jeweils 4000 Euro.

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Ulrike Oberüber (von links im Uhrzeigersinn) und Rüdiger Fritz überreichten die Spenden an Knut Kramer, Rolf Steubing und Nils Kuppe.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. „Es ist inzwischen gute Tradition unseres Hauses, dass wir uns bei Feiern nicht beschenken lassen, sondern selber schenken – und zwar für den guten Zweck“, sagte Filialleiterin Ulrike Oberüber.

Sie überreichte zusammen mit Filialdirektor Rüdiger Fritz zwei Schecks in Höhe von jeweils 4000 Euro aus den Mitteln des Gewinn-Sparvereins.

Die erste Spende ging an den Förderverein für Kirchenmusik an der Elisabethkirche Marburg und seinen Vorsitzenden Rolf Steubing sowie Bezirkskantor Nils Kuppe. Die zweite Spende unterstützt das Marburger Akkordeon-Festival und ging daher an die Musikschule Marburg in Person von Schulleiter Knut Kramer.

Kramer erläuterte bei der Spendenübergabe, dass das Akkordeon-Festival Marburg, das mit weiteren Kooperationspartnern organisiert werde, in diesem Jahr vom 8. bis 10. September stattfinde. „Wir freuen uns über die Spende, denn solche Projekte sind sonst schwierig zu finanzieren – und nur mit den Einnahmen ginge das gar nicht.“

Dabei sei das Akkordeon nicht nur ein sehr vielseitiges Musikinstrument – „es verbindet auch die Kulturen, denn es wird von vielen Menschen in Asien, Afrika, Süd- und Nordamerika und auch Europa gespielt“, sagte Kramer. Nur in Deutschland immer seltener, „dabei hat das Instrument hier seine Wurzeln“. Für das Festival plane man mit einem Budget von etwa 9000 Euro – da käme die Spende gerade recht.

Fritz: Ehrenamtliches Engagement lässt sich nicht in Geld messen

Noch höhere Ausgaben fallen für die großen Konzerte in der Elisabethkirche an, wie Rolf Steubing erläuterte: „Wir fördern da, wo es über den Rahmen der normalen kirchlichen Arbeit hinausgeht. Denn die Kirchengemeinde könnte das, was wir alles machen, nicht finanzieren“, sagte er.

Bezirkskantor Nils Kuppe sei „ein sehr aktiver Musiker, der ganz viel ins Leben gerufen hat“, so etwa die Kantorei mit rund 120 Leuten, die Bläsergruppen und die Kinderchöre. „Die Chöre wirken auch bei den großen Oratorien mit“, erläuterte Steubing, „da wird eine Wurzel gesetzt, die fürs Leben bleibt.“ Die Kantorei gebe jährlich mindestens drei große Konzerte „mit guten Ensemblen und guten Solisten – wenn wir dieses Niveau halten wollen, dann kostet das sehr viel Geld“, betonte Steubing.

In der Regel seien die Konzerte sehr gut besucht, „aber wenn beispielsweise wegen des Wetters die Besucher ausbleiben, dann haben wir plötzlich eine Riesenlücke“. Pro Konzert benötige man zwischen 20.000 und 40.000 Euro, durch die Eintrittsgelder würde man etwa 8000 Euro erlösen. „Für den Rest brauchen wir Förderer und Mäzene“, so Steubing.

„Die Beispiele beweisen, dass das ehrenamtliche Engagement sich in Geld gar nicht messen lässt“, betonte Filialdirektor Rüdiger Fritz. Daher wolle man „zumindest das Finanzielle ein wenig abfedern“. Für ihn ist klar: „Wir sind eine genossenschaftliche Bank – und verkörpern somit Werte, die nur dann etwas wert sind, wenn man sie auch lebt.“

Die Sparda-Bank engagiere sich über ihren Gewinn-Sparverein für gemeinnützige Organisationen, Vereine und Stiftungen in den Bereichen Soziales, Sport, Bildung, Kultur und Umwelt. Im Jahr 2015 habe man mehr als 700 Projekte in Hessen mit gut 1,5 Millionen Euro gefördert.

von Andreas Schmidt

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