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Zukunft nur mit Investor möglich

Gießener Brauerei Zukunft nur mit Investor möglich

Ende November hat die Privatbrauerei Gießen GmbH Insolvenz angemeldet (die OP berichtete). Der vorläufige Insolvenzverwalter, Dr. Jan Markus Plathner, teilte am Mittwoch mit, dass die Produktion, die zunächst noch in vollem Umfang fortgeführt wurde, nun eingeschränkt werden muss.

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Die Gießener Brauerei wird ohne Hilfe von außen wohl nicht mehr auf die Beine kommen.

Quelle: Archivfoto: Ewert

Gießen. Eine mehr als angespannte Liquiditätslage, teils erheblicher Investitionsstau und eine starke Verunsicherung im Kundenkreis erschwerten laut Plathner die Möglichkeiten einer Betriebsfortführung. Erklärtes Ziel sei es, den Betrieb zu sanieren. „Bei der Privatbrauerei wird dies jedoch durch interne wie externe Faktoren deutlich erschwert“, betont Plathner.

Es sei bereits absehbar, dass die Privatbrauerei aus eigener Kraft nicht fortgeführt werden könne. „Im Rahmen eines eröffneten Insolvenzverfahrens wäre eine Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs nur mit Unterstützung eines Investors möglich“, erklärt der vorläufige Verwalter.

Zwischen Sudansatz und Abfüllung vergingen zudem bis zu sechs Wochen. Da die Eröffnung des Insolvenzverfahrens voraussichtlich zum 1. Februar erfolgen müsse, werde die Produktion insofern eingeschränkt, dass bereits jetzt die vorerst letzten Sude angesetzt würden. Die Lieferfähigkeit der wichtigsten Biersorten sei damit bis etwa Mitte Februar gegeben.

Klar sei, dass eine Erhaltung des Unternehmens nur mit einem Investor möglich sei. Ein Käufer könne die Bierproduktion kurzfristig wieder starten. Doch ohne Investor werde die Einstellung des Geschäftsbetriebs wohl nicht zu vermeiden sein. Daher wolle Plathner die verbleibende Zeit intensiv dazu nutzen, einen Käufer zu finden – man brauche Investoren, „die schnelle und nachhaltige Entscheidungen treffen können“.

von Andreas Schmidt

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