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Zank um Dienstplan

Lahn-Dill-Bergland Therme Zank um Dienstplan

Der leitende Schwimmmeister der Lahn-Dill-Bergland Therme hat gegen seine fristlose Kündigung geklagt. Vor dem Arbeitsgericht schloss er einen Vergleich mit der Stadt Bad Endbach.

Marburg. Der 48-Jährige, der in dem Eigenbetrieb der Stadt als leitender Schwimmmeister tätig war, wurde zum 21. Dezember 2010 fristlos entlassen.

Der Anwalt, der die Stadt Bad Endbach vertrat, begründete die Kündigung mit einem unentschuldigten Fehlen des Schwimmmeisters. Dieser sei im Dezember fünf Tage von der Arbeit fern geblieben, ohne Urlaub einzureichen. Als man versucht habe, herauszufinden, wo der Kläger sei, habe man festgestellt, dass er bereits im Juli drei Wochen unentschuldigt gefehlt habe.

Der Schwimmmeister, der seit September 2009 in der Therme angestellt war, erklärte, dass sein Fehlen im Juli Urlaub gewesen und vom Bürgermeister genehmigt worden sei. Zudem habe er die Leiterin im Dezember darüber informiert, dass er einige Tage Urlaub nehmen werde. „Ich habe das entsprechend im Dienstplan vermerkt, einen Urlaubszettel ausgefüllt und sie informiert“, sagte der Kläger. Als er nach fünf Tagen wieder an die Arbeit kam, seien seine freien Tage durchgestrichen gewesen.

Die Leiterin des Bades, die seit November 2010 tätig ist, bestätigte, dass der Schwimmmeister sie informiert habe, allerdings habe sie den Urlaub nicht schriftlich freigegeben. Der Kläger sah darin allerdings kein Problem: Er erarbeite die Schichtpläne und in den fünf Tagen im Dezember habe er genügend Personal eingeteilt. Dies sei von der vorherigen Leiterin des Bades nie problematisiert worden. Die neue Leiterin will solche „Eigenmächtigkeiten“ allerdings nicht dulden.

von Patricia Kutsch

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der Printausgabe der OP.

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