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Zahl von Bewerbern und Stellen steigt gleichermaßen

Ausbildungsstellen im Landkreis Zahl von Bewerbern und Stellen steigt gleichermaßen

Auch mit der Entwicklung des Ausbildungsmarkts zeigt sich die Marburger Agentur für Arbeit zufrieden.

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Im Landkreis gibt es noch immer freie Ausbildungsstellen.

Quelle: Archiv

Marburg. „Wir haben sowohl bei der Zahl der Bewerber als auch bei den gemeldeten Lehrstellen ein sattes Plus“, sagt Volker Breustedt. 2 069 Bewerber hätten eine Ausbildungsstelle gesucht – ein Plus von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 1 915 seien „versorgt“, hätten also entweder eine Stelle, würden weiter die Schule besuchen oder ähnliches.

884 junge Menschen seien in Ausbildung gegangen, was einem Plus von 11,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspreche. Insgesamt seien aber auch 154 Bewerber noch nicht versorgt – im Jahresvergleich 28 mehr. Damit kämen „ungefähr zwei Bewerber auf jede noch vorhandene Stelle“, sagt Breustedt. Die Aktivitäten, diese Positionen noch zusammenzubringen, liefen noch.

Betriebe suchen „Fachkräfte von übermorgen“

1665 Berufsausbildungsstellen hätten Ausbildungsbetriebe dieses Jahr bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 84 oder 5,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Teamleiter Walter Horn verdeutlicht, dass „wir sogar nach dem 30. September noch Stellen für das laufende Jahr hereinbekommen haben“. Manche Arbeitgeber würden sich erst sehr spät entscheiden, auszubilden.

Für das kommende Jahr seien bereits 1200 Ausbildungsstellen gemeldet, „und sogar schon welche für 2017“, sagt Horn. Ein Großteil der Betriebe würde sich also auf den demografischen Wandel einstellen und frühzeitig nach den „Fachkräften von übermorgen“ suchen.

Teamleiterin Astrid Heydecke macht indes klar, dass es immer noch Bewegung gebe: Man befinde sich „im so genannten fünften Quartal“ – einige junge Leute hätten ihre Ausbildung bereits hingeworfen, „die werden nachbesetzt, das wird noch bis Ende Dezember laufen“.

Beratung an Schulen 
wird weiter verstärkt

Die Agentur habe in diesem Ausbildungsjahr vermehrt an den allgemeinbildenden Schulen rund um die Ausbildung informiert – das habe sich auch in den Zahlen niedergeschlagen. „Fast 50 Prozent kommen von diesen Schulen – und das, obwohl die Schülerzahlen dort gesunken sind“, sagt Heydecke.

Die Beratung an den Schulen werde noch weiter verstärkt, da es einen Erlass des Hessischen Kultusministeriums gebe, mit dem die Berufsberatung an den Schulen noch stärker verankert werde – als Verpflichtung für die Schüler.
Potenzial sehen die Berufsberater auch noch bei den Studienzweiflern – auch diesen wolle man weitere Angebote machen, um sie über eine duale Ausbildung zu informieren.

Für alle, die nicht in ein Ausbildungsverhältnis einmünden, würden Alternativen gesucht und geprüft. Das könne beispielsweise die Teilnahme an einem berufsvorbereitenden Bildungsangebot sein, mit dem die Jugendlichen Erfahrungen sammeln sowie Selbstbewusstsein und Stärken entwickeln könnten, um dann später eine betriebliche Ausbildung zu schaffen.

Auch jetzt sei es noch möglich, eine Ausbildungsstelle zu finden. Chancen gebe es etwa noch bei Kaufleuten im Einzelhandel, Fachverkäufern im Lebensmittelhandwerk, Köchen, Malern und Lackierern, Verkäufern, Restaurantfachleuten oder Anlagenmechanikern.

von Andreas Schmidt

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