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Zahl der Ausbildungsverträge ist gesunken

Fleischer suchen Nachwuchs Zahl der Ausbildungsverträge ist gesunken

Die Fleischer der Marburger Innung beklagten bei ihrer Herbstversammlung das mangelnde Nachwuchsinteresse an ihrem Handwerk.

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Die Zahl der Auszubildenden bei den heimischen Fleischern sei im vergangenen Jahr gesunken.

Quelle: Wolfgang Kumm / dpa

Kirchhain. Die Nachwuchsgewinnung war nicht nur Thema im Bericht des Obermeisters Hermann Rhiel, sondern auch beim Hessischen Fleischerverbandstag im August in Ober-Mockstadt.

„Die Zahl der Auszubildenden ist gesunken – und teilweise auch deren Niveau. Eine Verbesserung der Ausstattung der Berufsschule wurde vertagt“, beklagte der Obermeister.

Es seien zwar große Anstrengungen für die Werbung neuer Auszubildender und die Ausbildungsunterstützung vom Deutschen Fleischerverband betrieben worden. „Auch wir waren von unserer Innung während der Aktionswoche Handwerk im Berufsbildungszentrum Marburg persönlich vor Ort und standen interessierten Schülern sowie den Lehrkräften Rede und Antwort“, betonte Rhiel ( Foto: Böttcher).

Es sei schön gewesen, wie viele Besucher das Angebot der Marburger Kreishandwerkerschaft wahrgenommen haben, berichtete der Obermeister und betonte, das Interesse habe auch dem Fleischerhandwerk gegolten.

Als einen weiteren Höhepunkt in Sachen Nachwuchs bezeichnete Rhiel den Landesleistungswettbewerb der Hessischen Fleischerjugend an der Käthe-Kollwitz-Schule in Marburg.

Der Obermeister berichtete vom Hessischen Fleischerverbandstag, bei dem unter anderen die Themen Tierschutz, Fleischbeschaugebühren und die dort herrschende Intransparenz der Kosten sowie die Ausbildung und dabei besonders die Steigerung der Effektivität der Nachwuchswerbung vorgetragen und diskutiert wurden.

Zudem berichtete Rhiel vom Deutschen Fleischerverbandstag im Oktober in Saarbrücken. Der stand unter dem Motto „Vernetzt in die Zukunft“. Das Motto sei in drei Dimensionen aufgearbeitet worden: Zum einen bei der engeren Zusammenarbeit mit Kollegen, Landwirten und Zulieferern in der Region. Außerdem mit einem Bekenntnis zum technischen Fortschritt sowie einem Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Neue Richtlinien sorgen für neue Herausforderungen

Der Zusammenschluss sei ein besonderer Aspekt und biete Vorteile gegenüber den immer aggressiver werdenden Mitbewerbern. Teile man das gemeinsame Wissen, so führe dies zum Ziel.

Beim Hauptthema des Hessischen Verbandstages ging es um die aktuellen Anforderungen im Umgang mit Kassen- und Warensystemen. Zur Herbstversammlung hatte Rhiel deshalb Hans Christian Blumenau von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Fleischerhandwerks eingeladen. Er referierte zu diesem Thema und stellte dabei die Vermeidung von Fehlern im Hinblick auf die Kassenprüfung in den Vordergrund. Die Kassenrichtlinie von 1996 läuft aus und die Übergangsbestimmungen von 2010 enden dieses Jahr.

Ab dem 1. Januar gelten die neuen Kassenrichtlinien. Das Ziel von Bund und Ländern ist die Modernisierung des Besteuerungsverfahrens durch neue elektronische Verfahren und den Bürokratieabbau. Aber auch die Kommunikation zwischen Behörde und Unternehmer soll verbessert werden – ebenso soll die Belegbarkeit von Geldverschiebungen verbessert werden.

von Klaus Böttcher

 
 
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