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Würfelspiele und Geburtstagsrätsel

Wanderausstellung Würfelspiele und Geburtstagsrätsel

Was für ein Zufall – so lautet der Titel einer Wanderausstellung des Mathematikums Gießen. Die ist derzeit in den Räumen der Marburger Filiale von „Neusehland“ in der Wettergasse 1 zu sehen.

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Gleich zur Eröffnung nutzten viele Besucher die Ausstellungsstücke zum Erkunden des Phänomens Zufall.

Quelle: Heiko Krause

Marburg. Die interaktive Ausstellung sei in Zusammenarbeit mit dem Mathematikum in Gießen entstanden, berichtete „Neusehland“-Prokurist Thomas Kupka bei der Eröffnung. Er habe sie dort gesehen, sei begeistert gewesen und da sie sich dazu eigne „auf Wanderschaft zu gehen“, habe er sie zu „Neusehland“ geholt. Nach Stationen in Frankenberg und Lauterbach sei sie nun in Marburg.

Zwölf Exponate seien im Laden verteilt und laden die Besucher zu interaktiven Experimenten ein, in denen sie Fragen über Zufall, Berechenbarkeit und Chaos nachgehen könnten.

Die Einführung hielt Professor Albrecht Beutelspacher, Gründer und Leiter des Mathematikums, des ersten mathematischen Mitmachmuseums der Welt. Mit einigen kleinen Experimenten bezog er die Besucher schon gleich mit ein. So galt es so lange zu würfeln, bis alle Zahlen von Eins bis Sechs mindestens einmal oben lagen. Neunmal brauchte die Besucherin. Das sei schon sehr gut, meist dauere es 12 bis 14 Würfe, erläuterte Beutelspacher. Die erste Dopplung erfolge schnell und es könne daher sehr lange dauern, bis alle Zahlen gewürfelt seien.

„Etwas, das Sie nicht erwarten“

Mit 50 kleinen blauen und einer roten Kugel in einer Flasche verblüffte der Professor danach. Die Zuschauer gingen davon aus, dass die rote Kugel beim Schütteln meist verschwinde. Doch die „zwei Prozent sind schon sehr viel“, entsprechend sah man sie immer.

Als „Beispiel für etwas, das Sie nicht erwarten“, brachte Beutelspacher das „Geburtstagsparadoxon“. Er sei bereit, einen größeren Betrag zu wetten, dass unter den etwa 100 Besuchern mindestens zwei seien, die am gleichen Tag Geburtstag hätten. Monat für Monat fragte er ab und im April war bereits das erste Paar gefunden. Bereits bei 23 Personen liege die Wahrscheinlichkeit eines Treffers bei 50 Prozent, erläuterte der Professor. Je mehr Menschen es seien, desto größer werde sie natürlich.

  • Die Ausstellung ist bis 5. März montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr sowie samstags von 9 bis 16 Uhr zu sehen. Besonders willkommen sind Schulklassen, für die sich die Ausstellung als guter Einstieg in die Wahrscheinlichkeitsrechnung eignet. Lehrer werden um vorherige Anmeldung unter Telefon 06421 / 1661 052 gebeten.

von Heiko Krause

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