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„Wir müssen beim Verkehrsfluss am Ball bleiben“

Werbekreis Marburg-Nord „Wir müssen beim Verkehrsfluss am Ball bleiben“

Den Verkehrsfluss in der Nordstadt bezeichnen die Händler als „immer noch nicht optimal“ – sie 
fordern, die Durchlässigkeit der Elisabethstraße zu erhalten.

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Der Vorstand des Werbekreises wurde im Amt bestätigt: Vorsitzender Christian Großmann (von rechts), Stellvertreterin Michaela Richter und Kassenwart Karl van Elkan.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. In seiner Jahreshauptversammlung bestätigten 
die Mitglieder des Werbekreises Rund um die Elisabethkirche Marburg-Nord ihren bisherigen Vorstand im Amt. Christian Großmann bleibt Vorsitzender, seine Stellvertreterin ist Michaela Richter. Und Karl van Elkan zeichnet weiter als Kassenwart verantwortlich, außerdem bleibt er Organisator des Weihnachtsmarkts.

In seinem Rückblick erläuterte Großmann, dass es eine Vielzahl an Sitzungen mit dem Stadtmarketing-Verein sowie der Weihnachtsmarkt-AG gegeben habe. 
 „Wir haben uns recht lange und intensiv mit der Kirche auseinandergesetzt“, sagte Großmann – denn die Verträge für die Geländenutzung durch den Weihnachtsmarkt rund um die Elisabethkirche mussten verlängert werden. „Der Kirchenvorstand hatte zum Teil Vorstellungen, wie sich der Markt entwickeln sollte und was dafür zu zahlen sei – das war eine Herausforderung“, so Großmann.

Es habe sich gezeigt, dass die Kirche recht wenig kompromissbereit gewesen sei – „erst, als wir Rückendeckung durch die Stadt und durch das Stadtmarketing in Person von Jan-Bernd Röllmann bekommen haben, kam Bewegung in die Sache“, erläuterte der Vorsitzende.

Die Organisation werde weiterhin in den „bewährten Händen“, des Unternehmens van Elkan bleiben, „aber Hauptveranstalter ist nun das Stadtmarketing“. Somit würden Risiken – etwa bei der Haftung durch Unfälle – vom Werbekreis ferngehalten. „Der Hauptgrund ist aber, dass das Vermarkten der Märkte immer wichtiger wird“, erläuterte Großmann – dafür sei das Stadtmarketing bestens aufgestellt. Deutlich wurde auch, dass die Verzahnung des Werbekreises mit dem Stadtmarketing-Verein noch enger wird.

„Große Schnittmenge“ 
mit dem Stadtmarketing

So sei beispielsweise die Webseite des Werbekreises nicht mehr zeitgemäß – bevor man aber entscheide, Geld für eine Modernisierung in die Hand zu nehmen, sei zu überlegen, sich in die geplanten Aktivitäten des Vereins einzubringen – wie etwa eine „Marburg-App“ oder Ähnliches. Für Großmann ist klar: „Ich verstehe den Werbekreis als Netzwerk, das die Interessen seiner Mitglieder bündelt und gegenüber dem Stadtmarketing und der Politik vertritt.“ Dabei sehe er die Schnittstelle zum Stadtmarketing-Verein „als extrem groß“.

Entscheidendes Thema für die Nordstadt sei weiterhin der Verkehrsfluss, „der immer noch nicht optimal geregelt ist“. Auch müsse die Durchlässigkeit der Elisabethstraße gewährleistet bleiben – wichtig sei zudem, wie sich die Stadt selbst positioniere. „Wird die Nordstadt auch in Zukunft ein Handelsstandort sein?“, fragte Großmann. Gewerbe und Handel in der Nordstadt könnten nur funktionieren, „wenn wir nicht abgetrennt werden“, sagte der Vorsitzende. „Wir müssen beim Verkehrsfluss am Ball bleiben.“

Kritik äußerten Mitglieder an „25 stillschweigend wegfallenden Parkplätzen auf dem Firmaneiplatz, um dort Wasserspiele zu installieren“ – auch vor dem Hintergrund, dass das Parkhaus oft komplett für Veranstaltungen vermietet sei.

Jan-Bernd Röllmann, Geschäftsführer des Stadtmarketings, erläuterte, dass derzeit die Abstimmung über eine Marburg-App laufe. „Damit haben wir die Möglichkeit, die Innenstadt interessanter zu machen“, so Röllmann: So solle etwa ein Marktplatz entstehen, touristische Angebote sollen aufgeführt werden – und auch das neue Parkleitsystem soll in die App eingebunden werden. „Damit kann man schon zu Hause sehen, wo in der Stadt freie Parkplätze verfügbar sind.“

Damit einhergehend werde 
das freie W-Lan-Netz in der Stadt weiter ausgebaut, davon werde auch die Nordstadt profitieren. Der Marburg-Gutschein entwickele sich weiterhin bestens: 170 Partner gebe es mittlerweile, man sei kurz davor, die Eine-Million-Euro-Marke zu knacken.

Großmann machte klar: „Das Nordviertel hat sich in den vergangenen Jahren absolut positiv entwickelt hat“, dies werde durch die Neubauprojekte fortgesetzt. „Diese Entwicklung müssen wir auch nach außen zeigen.“

von Andreas Schmidt

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