Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Winter baut neue Produktionshalle

Eisengießerei Winter baut neue Produktionshalle

Motoren mit niedrigem Kohlendioxidausstoß sind weltweit gefragt. Die Firma Fritz Winter produziert künftig in einer neuen Halle umweltfreundlichere Motorblöcke für die Autoindustrie.

Voriger Artikel
Unterstützung für Projekt in La Paz
Nächster Artikel
Stadtwerke warnen vor Drückerkolonne

Eine Luftaufnahme von dem Werksgelände der Firma Fritz Winter in Stadtallendorf. Auf ihrem Grundstück baut die Firma eine neue Fertigungs-Anlage. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf. Fahrzeuge mit einem möglichst niedrigen Kohlendioxid-Ausstoß sind die Zukunft. Nicht nur die Autobauer, auch die Zulieferer entwickeln neue Produkte. Die Firma Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG will vor diesem Hintergrund ihre Produktion von Zylinderkurbelgehäusen, also Motorblöcken, verändern, wie der Vorsitzende der Geschäftsführung, Jörg Rumikewitz, auf Anfrage der OP erklärte.

Für diese „Wandlung der Produktion“ will das Unternehmen an seinem Standort in Stadtallendorf eine neue Fertigungs-Anlage errichten. In dieser Halle werden Motorblöcke aus Eisenguss hergestellt. Bis zu 800000 Stück pro Jahr sollen dort einmal produziert werden. „Eine Kapazitätserweiterung im eigentlichen Sinne ist dies nicht“, so Rumikewitz. Vielmehr würden dadurch die Produktionsbedingungen verbessert. Motoren mit niedrigem Kohlendioxidausstoß sind weltweit gefragt, daher könne die Firma Winter dazu beitragen, dass Fahrzeuge umweltfreundlicher werden. „Bei der Umweltfreundlichkeit ist dies ein Quantensprung in der Gießereiindustrie“, so der Winter-Chef.

RP legt Antrag aus

Die neuen Motorblöcke aus Eisenguss verursachen in der Herstellung im Vergleich zu einem aus Aluminium nur ein Zehntel des Kohlendioxid-Ausstoßes.

Der Antrag für die neue Halle ist beim Regierungspräsidium in Gießen gestellt worden. Die neue Anlage soll eine Kapazität von 70000 Tonnen pro Jahr umfassen, unter anderem soll dort neben einem Gießofen eine Kernmacherei mit sechs Kernschießmaschinen aufgestellt werden. Der Start der Produktion sei für das vierte Quartal geplant.

Das öffentliche Genehmigungsverfahren startet jetzt: Die Unterlagen und der Antrag der Firma für die neue Produktions-Halle liegen vom 18. Februar bis zum 17. März beim Regierungspräsidium in Gießen sowie bei der Stadtverwaltung Stadtallendorf aus und können dort während der Dienststunden eingesehen werden.

Der Gebäudebau ist bereits im Gange. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen eine Waldfläche von 8000 Quadratmetern, das entspricht zwei Prozent des Werksgeländes, roden lassen.

Das Gelände grenzt räumlich an das Werk von Ferrero an und befindet sich in unmittelbarer Nähe der Hauptverwaltung. Rumikewitz betont, dass es auf keinen Fall zu Verschlechterungen bei der Luft- und Lärmsituation für die Anlieger kommen werde.

Investitionssummen nannte der Geschäftsführer nicht. Es sei eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. „Wir sichern damit die Arbeitsplätze am Standort.“ Die Eisengießerei beschäftigt mehr als 3600 Mitarbeiter.

von Anna Ntemiris

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr