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Werksbesichtigung bei Fritz Winter

Ausbildung Werksbesichtigung bei Fritz Winter

Die Eisengießerei Fritz Winter hatte zum Tag der Ausbildung geladen. Dort informierten sich etwa 1 100 Interessierte im Ausbildungszentrum und besichtigten das Firmenwerk.

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Lars Müller (von links) erklärt Nico Kaut und dessen Vater Johannes Visoski die Drehmaschine bei der Werksbesichtigung der Firma Fritz Winter.Foto: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Seit eineinhalb Stunden sind die Werkstore gerade erst einmal geöffnet - doch das Zählwerk an einer der beiden Einlässe zeigt bereits 444 Besucher an. An dem Registrierungsstand, wo man sich für eine Werksbesichtigung anmelden kann, hat sich eine Schlange von gut 60 Interessierten gebildet. Auch im Ausbildungszentrum sieht man allenthalben Besucher im Gespräch mit den Frauen und Männern in weißen T-Shirts. Diese werden an diesem Tag von Auszubildenden und Ausbildern getragen. GeraBei den jugendlichen Gäste ist dabei zu beobachten, dass diese lieber mit den Azubis sprechen - und das ist durchaus so gewollt. „Wir haben heute alle unsere Auszubildenden eingebunden. Wir wollen, dass sie mit den Interessenten sprechen“, betont der Personalleiter der Firma, Andreas Fiedler, im Gespräch mit der OP.

So unterhalten sich Lars Müller und Nico Kaut angeregt an einer Drehmaschine mit digitaler Einstellung. Lars Müller ist in der Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker und gerade in das dritte Lehrjahr gekommen. Nico Kaut ist 15 Jahre alt und geht auf die Gesamtschule Niederwalgern. Er strebt im nächsten Jahr den Schulabschluss an und interessiert sich für die Berufe Mechatroniker und Zerspanungsmechaniker. „Diese Metallberufe interessieren mich. Mich beeindrucken die Maschinen und was man damit herstellen kann.“ Der Weg von seinem Wohnort Oberweimar nach Stadtallendorf wäre für ihn kein Hindernis bei einer möglichen Lehre in diesem Bereich. „Das ist nicht so schlimm, es gibt ja auch öffentliche Verkehrsmittel“, sagt er.

Lars Müller, der in Alsfeld wohnt, sieht es genau so. „Ich fahre 30 Kilometer hin und 30 Kilometer zurück, aber es lohnt sich“, so der Lehrling. „Ich finde den Beruf richtig toll. Mich fasziniert daran, dass ich aus verschiedenstem Material runde Teile herstellen kann, die aufs Maß genau stimmen.“ Während seiner dreieinhalbjährigen Lehrzeit wird er öfter im Werk in den verschiedenen Abteilungen eingesetzt. „Ich arbeite sogar an Bremsscheiben und Motorblöcken“, erzählt er ein wenig stolz. Er kann davon ausgehen, dass er, wie jedes Jahr rund weitere 50 Auszubildende, übernommen wird. Das garantiert ihm die Firma. Das Unternehmen bildet in insgesamt 15 Ausbildungsberufen aus, darunter Berufe im technischen, kaufmännischen, gastronomischen und IT-Bereich. Mit einem neuen Video möchte die Firma den Beruf des Gießereimechanikers mehr in den Blickpunkt rücken, erzählt Fiedler. Über das große Interesse an der Werksbesichtigung freut er sich. „Junge Menschen, die sich interessieren, sollen eine Vorstellung bekommen, was im Werk passiert“, sagt er. Die Firma Fritz Winter ist mit 3 700 Mitarbeitern nach eigenen Angaben der größte Gießereistandort in Westeuropa und stellt hauptsächlich Teile für die Automobilindustrie her.

von Klaus Böttcher

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