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Werbekreis Nord sucht neue Partner im Quartier

Gewerbe Werbekreis Nord sucht neue Partner im Quartier

Händler rund um die Elisabethkirche wollen sich mit Dienstleistern und anderen Vertretern der Wirtschaft stärker als bisher vernetzen. Im DVAG-Kongesszentrum fand der Startschuss für ein „Pilotprojekt“ statt.

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Nicht nur Mitglieder, sondern auch Gäste aus dem Nordviertel und dem Kaufpark Wehrda folgten der Einladung des Werbekreises Nord ins DVAG-Kongresszentrum.Fotos: Anna Ntemiris

Marburg. Der „Werbekreis Nord“ hat einen Zusatz im Namen, der häufig ausgelassen wird: „Rund um die Elisabethkirche“.

Das Wahrzeichen Marburgs sei auch der „Leuchtturm“ der Einzelhändler im Nordviertel, erklärte der Vorsitzende der Interessengemeinschaft am Dienstagabend im Kongresszentrum der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Er hatte dort zum ersten Nordstadt-Gespräch eingeladen - eine Adresse mit Symbolcharakter.

Die neuen Gebäude der DVAG haben das Bild des Nordviertels verändert - so sehr, dass man nun sagen könnte „Werbekreis Nord - rund um die Elisabethkirche und den Rosenpark“, wie Großmann vor rund 50 Besuchern erklärte.

Die DVAG ziehe mit ihren gastronomischen Angeboten und ihrem Kongresszentrum so viele Menschen an, dass das gesamte Viertel davon profitiere, so Großmann. Kamen im Jahr 2012 50000 Besucher ins Kongresszentrum, so waren es in diesem Jahr bisher schon mehr als 100000, erklärte Andreas Feldt, Leiter des Kongress­zentrums. Etwa 80 Prozent von ihnen sind Vermögensberater aus ganz Deutschland, die sich am DVAG-Sitz fortbilden.

Der Werbekreis Nord will nicht nur die DVAG als neuen Nachbarn verstärkt ins Konzept einbinden, sondern alle Vertreter der Wirtschaft. Denn bisher sind in dem Verein hauptsächlich Einzelhändler und Gastronomen vertreten.

Das soll sich ändern: Ärzte, Dienstleister, Makler oder Vertreter des benachbarten Altenheims St. Elisabeth waren daher ebenfalls der Einladung zum „Nordstadt-Gespräch“ gefolgt, das somit eine neue Netzwerk-Veranstaltung war. Großmann sprach gar vom „Pilotprojekt“.

Der Kunde von heute wolle schließlich mehr als nur etwas kaufen. „Er erwartet Aufenthaltsqualität“, so Großmann. Und diese könne ein einzelnes Unternehmen nicht schaffen. Umso mehr freue sich der Handel, dass die Stadt einen Stadtmarketingprozess in Gang gebracht habe. Der Stadtmarketingkoordinator Jan-Bernd Röllmann berichtete den Teilnehmern der Veranstaltung, dass die Stadt derzeit einige Projekte starte, um die Wünsche der Werbekreise zu erfüllen. Ein Beispiel: Künftig soll die geplante Errichtung von Baustellen in Marburg vorab den Einzelhändlern mitgeteilt werden, damit sich alle darauf vorbereiten können, wenn zum Beispiel Parkplätze kurzzeitig wegfallen oder der Stadtbus anders fahre. Die Koordination übernehmen die Stadtwerke.

Das heiße Eisen Verkehr sprach Großmann nicht offiziell an. „Wir wollten das erste Nordstadtgespräch nicht zu einer Protestveranstaltung machen oder lospoltern“, so Großmann im OP-Gespräch. Er wolle zunächst mehr Akteure in die Diskussion einbinden, sich ein Mehrheitsbild beschaffen und „dann ein Signal an die Politik“ senden.

Wichtig sei dem Vorstand, dass das Nordviertel gut erreichbar bleibe. „Kunden aus den umliegenden Orten sollen nicht das Gefühl bekommen, es ist zu kompliziert, ins Nordviertel zu fahren“, erklärte er. Ein noch so modernes neues Viertel nutze keinem etwas, wenn es nicht erreichbar sei, so der Händler.

von Anna Ntemiris

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