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Weihnachtsgeld wird wieder abgezogen

UKGM Weihnachtsgeld wird wieder abgezogen

Wer im November vom UKGM Weihnachtsgeld erhielt, aber ab Januar wieder zum Land zurückkehrt, soll die Sonderzahlung zurückgeben. Der Betriebsrat findet dies nicht rechtens.

Marburg. Bettina Böttcher, Betriebsratsvorsitzende am Universitätsklinikum in Marburg, ist empört: Aus Sicht des Betriebsrates werden Mitarbeiter, die vom privatisierten Uni-Klinikum zurück zum Land Hessen wechseln wollen, zu unrecht wie solche behandelt, die kündigen. Der Grund: Mitarbeitern, die im nächsten Jahr wieder Beschäftigte des Landes werden, wurde keine Ergebnisbeteiligung ausgezahlt (die OP berichtete).

Damit bekamen sie im November kein „Weihnachtsgeld“, wie die Ergebnisbeteiligung auch genannt wird. Beschäftigte wie Heinrich Steitz, der beim Transportdienst am UKGM arbeitet, gingen leer aus und fühlen sich benachteiligt. Das Land verwies darauf, dass sie ihre Ansprüche beim Klinikbetreiber geltend machen müssen. Das Land werde das Weihnachtsgeld nicht nachträglich auszahlen, hatte der Sprecher des Wissenschaftsministeriums auf Anfrage der OP erklärt. Nun haben sich laut Böttcher inzwischen auch Mitarbeiter gemeldet, die eine Ergebnisbeteiligung mit dem Novembergehalt bekommen haben. Sie erfuhren jetzt, dass dieses Geld ihnen im Dezember wieder abgezogen werden soll - weil sie 2013 wieder zum Land zurückkehren. Wieviele davon betroffen sind, wisse man nicht. „Die Betroffenen müssen im Dezember dann sehen, wie sie zurecht kommen mit dem Geld“, so Böttcher. Wenn das Geld aber, und davon sei bei Beschäftigten, die ohnehin nicht sehr viel verdienen, bereits aufgebraucht sei, könne das UKGM nicht einfach Geld, das für Miete und Unterhalt benötigt werde, einbeziehen. Der Betriebsrat werde sich in dieser Sache weiterhin für die Mitarbeiter stark machen.

Am Freitag konnte das UKGM keine Stellungnahme zu diesem neuen Aspekt machen. Es hatte Anfang der Woche erklärt, dass für künftige Rückkehrer in den Landesdienst die Arbeitsbedingungen herrschen, die für diese Beschäftigten gegolten hätten, wenn sie beim Land wären. Sprich: Das UKGM sei nicht mehr für das „Weihnachtsgeld“ zuständig. Mehrere Betroffene erwägen rechtliche Schritte gegen ihren jetzigen Arbeitgeber - das UKGM.

von Anna Ntemiris

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