Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 5 ° Regen

Navigation:
Wechsel in UKGM-Geschäftsführung

Personalien Wechsel in UKGM-Geschäftsführung

Die neue Strategie des Rhön-Konzerns, die Konzentration auf Exzellenzmedizin, hat personelle Konsequenzen für das UKGM: Dr. Holger Thiemann wechselt in die Konzernzentrale.

Voriger Artikel
Urteil: zurück zur alten Gehaltsstufe
Nächster Artikel
Angeklagter sitzt auf immensen Steuerschulden

Vorstandsvorsitzender Martin Menger (2. von links) und der Medizinische Geschäftsführer Professor Jochen A. Werner (2. von rechts) verabschieden Dr. Holger Thiemann (links) als Kaufmännischen Geschäftsführer und begrüßen dessen Nachfolger Dr. Gunther K. Weiß.Foto: Till Conrad

Marburg . Eineinhalb Jahre war Dr. Holger Thiemann Kaufmännischer Geschäftsführer für den Standort Marburg des UKGM. Jetzt wechselt er - vorbehaltlich der Zustimmung des Rhön-Aufsichtsrates - in die Konzernzentrale nach Neustadt an der Saale. Thiemann soll dort eine „anspruchsvolle Aufgabe im Konzernbereich Medizin“ übernehmen, so formulierte es der Vorsitzende der UKGM-Geschäftsführung, Martin Menger, gestern.

Neuer Kaufmännischer Geschäftsführer für den ­Standort Marburg wird Dr. Gunther K. Weiß, seit zweieinhalb Jahren in Marburg. Als Geschäftsführer „Zentrale Dienste“ war er nicht nur für die Koordination der Aufgaben zwischen den Standorten Marburg und Gießen zuständig, sondern war stark mit den Verhandlungen um die Partikeltherapie beschäftigt. Zudem war Weiß für einige Monate Geschäftsführer der Horst-Schmidt-Klinik in Wiesbaden - ein Rhön-Zukauf, der mit dem Beschluss der Gesellschafterversammlung in der vergangenen Woche an Fresenius/Helios gegangen ist. Beide Aufgaben, so Menger, seien mehr oder weniger „abgearbeitet“, so dass Weiß „Valenzen“ habe, die Aufgaben von Thiemann zu übernehmen. Die bisherigen Aufgaben von Weiß werden unter den verbliebenen Vorstandsmitgliedern aufgeteilt, der Vorstand schrumpft von sechs auf fünf Personen: Neben dem Vorsitzenden Martin Menger, die Ärztlichen Geschäftsführer Professor Dr. Jochen A. Werner (Marburg) und Professor Dr. Werner Seeger (Gießen) und die Kaufmännischen Geschäftsführer Dr. Christiane Hinck-Kneip (Gießen) und Dr. Gunther K. Weiß.

Insofern, sagt Menger, habe dieser Wechsel in der Geschäftsführung nichts gemeinsam mit jenen in der Vergangenheit. „Dr. Weiß sei mit allen Vorgängen am UKGM bestens vertraut - „somit gewährleisten wir Kontinuität und Beständigkeit in der Führung des UKGM.“

Breites Spektrum an zwei Standorten

Weiß sagte gestern in einem Pressegespräch, seine ganze Konzentration gelte nun dem Standort Marburg. Er kündigte an, dass UKGM-Mitarbeiter möglichst wenig standortübergreifend arbeiten müssten. Stattdessen gehe es um eine vernünftige Schwerpunktsetzung und Aufgabenverteilung zwischen Gießen und Marburg in den kaufmännischen Aufgaben.

Ausdrücklich gilt dies nicht für die medizinischen Aufgabenstellungen, ergänzte Menger. Beide Standorte, Marburg und Gießen, böten in zwei getrennten Einzugsgebieten ein breites Spektrum der Grund- und Flächenversorgung. Dies solle auch so bleiben und sei Basis für den wirtschaftlichen Erfolg.

Gleichwohl, sagte der Ärztliche Geschäftsführer Professor Jochen A. Werner, gebe es sowohl in Gießen wie in Marburg auch Schwerpunktbildungen. Dies hänge unter anderem mit der Existenz zweier voneinander unabhängiger Medizin-Fachbereiche an zwei Universitäten zusammen und mit deren Berufungspraxis für Professuren. Klar ist, dass Marburg den Schwerpunkt Onkologie weiter ausbauen wird und Sonderforschungsbereiche etablieren möchte. Die Partikeltherapie spiele dabei eine zentrale Rolle. Gießen legt einen Schwerpunkt auf „Lunge und Herz“ - was ausdrücklich nicht heißen soll, dass der Fortbestand der Herzchirurgie in Marburg gefährdet sei, ergänzte Weiß.

Konzentration auf „Exzellenzmedizin“

Hintergrund für den Wechsel von Dr. Thiemann in die Konzernzentrale ist auch der Verkauf von 40-Rhön-Kliniken und die Konzentration auf „Exzellenzmedizin“ an den verbleibenden Standorten Marburg, Gießen, Bad Neustadt, Berka/Werra und Frankfurt/Oder. Das Rhön-Klinikum hatte zur Förderung dieses Vorhaben ein so genanntes „Medical Board“ (zu Deutsch etwa: medizinischer Beirat) eingerichtet. Sprecher dieser Einrichtung ist Professor Jochen A. Werner.

In diesem Kontext soll Thiemann künftig die Zusammenführung der medizinischen Konzepte der einzelnen Häuser mitsteuern. „Wir brauchen seine kaufmännische Kompetenz, um diese Ziele zu verwirklichen“, sagte Professor Werner.

Dr. Thiemann hatte in den vergangenen 18 Monaten eine Reihe von Projekten angefangen. Die meiste Außenwirkung hatte sicherlich der Aufbau einer Werksfeuerwehr, der vom Regierungspräsidium gefordert worden war.

von Till Conrad

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr