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Wasser-Reservoir unter dem Fußboden

Roth Werke Wasser-Reservoir unter dem Fußboden

Das Buchenauer Familienunternehmen investiert fünf Millionen Euro in die Fertigung eines neuen Wärmespeichers und eine Logistikhalle. Zur Einweihung kam auch die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU).

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Lucia Puttrich, hessische Umweltministerin (Mitte) und Manfred Roth (links) eröffnen mit Familienmitgliedern, Mitarbeitern und Ehrengästen die neue Logistik- und Fertigungshalle.Fotos: Tobias Hirsch

Buchenau. Die Familie Roth nimmt Herausforderungen an und stellt sich der Verantwortung, erklärte die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) während der Einweihungsfeier des neuen Logistikzentrums in Buchenau. Vor mehr als 150 geladenen Gästen sprach sie über die Energieeffizienz als Chance.

„Der ein oder andere ist noch am Windradzählen und meint, das sei Energiewende“, sagte die Ministerin. Doch es gehe um vielmehr, innovative Technologien spielen eine bedeutende Rolle bei der Energiewende, betonte Puttrich. „Hier wird gezeigt, was man tun kann“, sagte sie und meinte damit die Roth Werke.

Wärme-Tank für Design und Betrieb ausgezeichnet

Der geschäftsführende Gesellschafter Manfred Roth und seine drei Kinder, die das Familienunternehmen führen, setzen Impulse, die Wirtschaft, Wissenschaft und Politik voranbringen, so Puttrich. „Ihr Vortrag hat uns Mut gemacht“, sagte Manfred Roth am Ende.

Die Roth-Werke investieren fünf Millionen Euro in ihre neue Thermotank-Fertigung und das 5000 Quadratmeter große Logistikzentrum für Kommissionierung, Verladung und Lagerhaltung im Betrieb. In einem Teil der neuen Halle fertigt das Unternehmen die Roth Thermotanks Quadroline. Diese Kunststoff-Wärmespeicher setzen einen neuen technologischen Standard - in Leichtigkeit, platzsparender Formgebung, variabler sowie effizienter Betriebsweise und Korrosionsbeständigkeit. Das bescheinigt der pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff, der den Thermotank aus Buchenau als „Produkt des Jahres 2013“ prämierte. Verbandschef Ralf Olsen übergab gestern die Auszeichnung an das Unternehmen.

Gebäudetechnik nach neuesten Umweltstandards

Der Bau der neuen Halle erfolgte nach neuesten energieeffizienten Standards der Gebäudetechnik. „Das resultierte Energieeinsparungspotenzial für Wärme und Strom aus erneuerbaren Energien entspricht dem Energiebedarf von 50 Einfamilienhäusern“, erklärte Manfred Roth. Die Basis der Wärmeenergieversorgung sind außen aufgestellte Luft/Wasser-Wärmepumpen und ein Energiesystem, das gleichzeitig solare und geothermische Energie nutzt. Dafür befindet sich auf dem Dach eine thermische Solaranlage, Wärmepumpen und Erdregister, die parallel angeordnet in zwei Meter Tiefe in der Erde eingebracht sind.

„Unter dem Fußboden der Halle befindet sich ein großes Wasserreservoir“, erklärte Geschäftsführer Franz Kind den Gästen während der Führung durch die neue Halle.

Das isolierte Sprinklerbecken mit 700 Kubikmeter Wasser, das auf bis zu 38 Grad erwärmt werden kann, ist zugleich der Wasservorrat für den Brandfall sowie Teil des Beheizungskonzepts. Überschüssige solare Energie heizt das im Becken unter der Bodenplatte enthaltene Wasser.

Diese Energie wird wiederum für die Beheizung und Leistungssteigerung der Wärmepumpen verwendet. Fazit des Energiekonzepts: Die aus der Umwelt gewonnene Energie für die Hallenbeheizung entspricht einem Bedarf von etwa 120000 Liter Heizöl. Roth spart laut Kind jährlich 392000 Kilogramm Kohlendioxid. Die Investition amortisiere sich in weniger als zehn Jahren.von Anna Ntemiris

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