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Von der Lounge auf die Tanzfläche

Gastronomie Von der Lounge auf die Tanzfläche

Nachdem die Betreiber eines italienischen Restaurants aus dem „Alten Ritter“ im Steinweg ausgezogen waren, stand das Lokal lange leer. Nun füllt das „Piano“ die Lücke am Eingang zur Altstadt.

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Barkeeper Lucca Hardt macht Getränke für die ersten Gäste dr neueröffneten Piano-Bar. Foto: Florian Gaertner

Quelle: Florian Gaertner

Marburg. Von außen sieht der „Alte Ritter“ aus wie eh und je. Doch im Inneren hat sich einiges getan: Der Marburger Gastronom Nuri Yenjay, der in der Oberstadt bereits drei Kneipen besitzt, hat vor wenigen Wochen das „Piano“ eröffnet.

„Eigentlich wollte ich kein weiteres Lokal in Marburg mehr eröffnen. Denn ich habe genug Arbeit“, sagt Yenjay und lacht. Im Sommer habe ein Bekannter ihn bereits darauf aufmerksam gemacht, dass der „Alte Ritter“ wieder vakant sei. Doch so recht sei der Funke nicht übergesprungen.

Doch im November hätte er sich das Lokal dennoch angeschaut, die Neugierde war zu groß. „Es hat sich direkt ein Konzept vor meinen Augen entwickelt“, sagt der Gastronom. Und so habe er kurzerhand am 21. November das Restaurant gemietet.

„Studentenkneipen haben wir in Marburg genug, und auch Restaurants. Außerdem bin ich kein Restaurantfachmann, daher habe ich mich davon immer ferngehalten“, sagt Nuri Yenjay. Doch eine Cocktailbar in Verbindung mit einer kleinen Tanzfläche, das müsste in seinen Augen funktionieren. „Also haben wir‘s angepackt.“

Bis zum 12. Dezember habe er keine Zeit gehabt, sich um den Umbau zu kümmern. „Aber wir wollten noch im Dezember hier unsere Weihnachtsfeier mit den Angestellten aus den Restaurants feiern.“ So sei der Umbau innerhalb von zehn Tagen gestemmt worden - „am 22. Dezember waren wir fertig“.

Lastwagen gemietet und Einrichtung geholt

Zwischenzeitlich habe auch Yenjay immer mal wieder gezweifelt, den Umbau in der kurzen Zeit realisieren zu können. Denn schließlich habe man in der Vorweihnachtszeit begonnen, „und wir brauchten das Material“. Also hat sich der Unternehmer am 19. Dezember kurzerhand einen Lastwagen gemietet und ist kreuz und quer durch Deutschland gefahren, um die Einrichtungsgegenstände abzuholen.

„Die Sessel kommen aus Düsseldorf, die Kaffeemaschine aus Duisburg und die maßgefertigten Lampen aus Krefeld.“ Und auch die „Eyecatcher“ des „Piano“ hat Nuri Yenjay an diesem Tag abgeholt: mittels LED beleuchtete Tische aus Paderborn, deren Farbe sich auf Knopfdruck per Fernbedienung verändern lässt.

Im hinteren Teil des „Piano“ ist eine abtrennbare, etwa 50 Quadratmeter große Tanzfläche mit eigener Theke entstanden. „Der Teil kann auch separat angemietet werden“, sagt Yenjay, der betont, dass man sich nicht an das „ganz junge Marburger Publikum“ richten wolle. Vielmehr solle das „Piano“ eine Alternative „für alle ab 25 sein“. Auch Ü30-Partys stehen auf dem Programm, ebenso, wie Salsa- oder Motto-Partys.

Der Name „Piano“ kommt übrigens nicht von ungefähr. „Wir haben auch ein Klavier bestellt, das aber noch nicht da ist“, sagt der Gastronom. Das soll beim Brunch zum Einsatz kommen, der ab März zweimal monatlich sonntagmorgens geplant ist.

„Auch kleine Veranstaltungen, wie Geburtstage oder Firmenfeiern, können wir ausrichten. Der Vorteil ist, dass wir den Raum zweimal unterteilen können, sodass selbst die Tanzfläche niemanden stören muss“, erklärt Yenjay.

von Andreas Schmidt

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