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Volksbank führt Videoberatung ein

Gespräche via Webcam Volksbank führt Videoberatung ein

Lars Witteck ist bei der Volksbank für das Privatkunden- und Versicherungsgeschäft sowie den zentralen Vertrieb zuständig. Er will dabei vor allem die Digitalisierung voranbringen.

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Volksbank-Kunden können von zu Hause aus per Bildschirmübertragung Gespräch mit Bankmitarbeitern haben.

Quelle: dpa

Marburg. Mehr als 600 Mitarbeiter sind für das Privatkundengeschäft der Volksbank Mittelhessen zuständig. Und das in 96 Filialen. Ihr neuer Chef ist nun auch Dr. Lars Witteck. Ob künftig alle kleinen Geldhäuser auf dem Land bleiben, ist eine Frage, die sich nicht nur die Genossenschaftsbank stellt.

Weitere Fusionen stehen derzeit nicht an, Schließungen kleinerer Filialen sind aufgrund des demografischen Wandels auf dem Land möglich. Konkrete Angaben dazu gibt es nicht. Fürs Witteck steht vor allem der Ausbau der Onlineberatung und die Vernetzung der verschiedenen Kanäle an.

Die Bank hat ihre Beratungsmöglichkeiten neben dem persönlichen Termin in der Filiale und der telefonischen Beratung um die Videoberatung als erstes regionales Institut in Mittelhessen erweitert, sagt Witteck der OP. „Die Videoberatung ermöglicht anspruchsvolle Beratungsthemen mit entsprechenden Informationen, Schaubildern und sogenannten Erklärfilmen leichter verständlich zu erläutern“, erklärt Witteck.

Größter Andrang außerhalb der Geschäftszeiten erwartet

Der Kunde kann sich vom Berater, den er auf dem Bildschirm sieht, beispielsweise beim Ausfüllen von Formularen helfen lassen. Der Kunde kann, muss aber nicht sein Bild dem Berater zeigen. Die Videoberatung soll im Januar eingeführt werden. Der Kunde kann dies von seinem eigenen PC oder Smartphone aus machen.

Täglich von 9 Uhr bis 20 Uhr von Montag bis Freitag wird diese Beratung per Terminierung angeboten und steht allen interessierten Privatkunden offen. Die persönliche Videoberatung wird aus Sicht der Bank vor allem von Kunden, die ihre Bankgeschäfte vornehmlich außerhalb der Filialen tätigen oder mittlerweile außerhalb des Geschäftsgebietes wohnen, genutzt werden.

Eine der großen Aufgaben sei, ein Angebot für die 20- bis 45-Jährigen zu verankern, so Witteck. Man müsse sich jetzt Gedanken machen, wenn Google ein Finanzsystem entwickeln, „was haben wir entgegenzusetzen?“. Das Vertrauen der Kunden zu den Mitarbeitern vor Ort könne ein globaler Konzern nicht haben.

Auch das Agieren der Internet-Giganten auf dem Finanzsektor ist Thema der klassischen Banken, die sich überlegen, wie sie gegensteuern. Die vier Technologiekonzerne Apple, Amazon, Google, Intuit und Paypal wollen mit einem gemeinsam gegründeten Lobbyverband den Finanzsektor umkrempeln. Und dies in einer Zeit, in der sich Kreditinstitute über ein Übermaß an Regulierung beklagen.

von Anna Ntemiris

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