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Volksbank ehrt „Heimliche Helden“

Ehrenamtliches Engagement Volksbank ehrt „Heimliche Helden“

Jüngst ehrte die Volksbank Mittelhessen im 
Gießener Forum die diesjährigen „Heimlichen 
Helden“ der Region – 
deren Vereine erhielten eine Spende in Höhe 
von jeweils 1000 Euro.

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Dr. Lars Witteck (Zweiter von rechts) zeichnete die „Heimlichen Helden“ der Region Marburg aus: Peter Kettner (von links), Albrecht Welz, Christine Batz, Heinrich Bonacker und Dr. Hans Onno Röttgers.

Quelle: privat

Gießen. „Heimliche Helden“ setzen sich in ihrer Freizeit für andere ein, engagieren sich sozial oder unterstützen ihren Verein in besonderem Maß – ohne viel Aufhebens darum zu machen.

Um das besondere Engagement dieser Menschen zu würdigen und sich gemeinsam mit den Vereinen und Einrichtungen, die hinter ihnen stehen, zu bedanken, entstand vor sechs Jahren die Idee des Förderwettbewerbs.

Mehr als 150 Vereine und gemeinnützige Einrichtungen haben dieses Jahr ihre Helden für den Förderpreis nominiert. Jeder Verein, dessen Bewerbung berücksichtigt wurde, erhält 
eine Spende von 250 Euro.

Heinrich Bonackers vielfältiger Einsatz gewürdigt

50 
Bewerbungen überzeugten die 
 Jury in besonderem Maße. Diese Vereine wurden zur Preisverleihung eingeladen, sie erhalten eine Förderung in Höhe von 700 Euro. Aus den Finalisten hat die Jury 20 Nominierte ausgewählt, die den Titel „Heimlicher Held“ ganz besonders verdient haben. Diese wurden am Abend persönlich geehrt – ihre Vereine erhielten 1000 Euro.

Seit der Gründung des Kirchenchors des Männergesangvereins „Frohsinn 1887 Lahntal“ ist Heinrich Bonacker Mitglied. Seine Kameraden nennen ihn liebevoll den „Vereins-Elektriker“. Bei jeder Chorprobe ist er der Erste und stellt Stühle und Klavier bereit. Er organisiert Veranstaltungen, kümmert sich um Aufbau und Blumenschmuck. Auch die Bewohner des Ortes sind ihm dankbar, denn durch seine Initiative wurde ein Saunaclub gegründet, die Jagdgenossenschaft konnte Projekte umsetzen und der Kirchenvorstand profitiert von seiner Unterstützung.

Bereits vor ihrer offiziellen Mitgliedschaft im FSV Sterzhausen war Christine Batz ehrenamtlich aktiv. Sie sammelte die Mitgliedsbeiträge ein, wusch die Trikots und kümmerte sich um die Verpflegung der Mannschaft. Inzwischen organisiert sie den Kunsthandwerkermarkt, vermietet das Vereinsheim, ist für Dekoration, Dienstpläne, Kuchenbuffet und vieles mehr bei Veranstaltungen zuständig. Nach jedem Spiel säubert sie zudem die Kabinen, das Vereinsheim und die Küche. Auch die Jugendfußball-Camps sind ohne sie nicht denkbar.

Engagement für Patienten mit Zwangsstörungen

Peter Kettner vom Landesverband „Seniorenpartner in School“ ist Schulmediator. Er hilft, gewaltfreie Lösungen für Konflikte zwischen Schülern zu finden und ihnen gegenseitigen Respekt und Wertschätzung zu vermitteln. In seiner Freizeit hat er eine Weiterbildung zum Mediator absolviert und nimmt regelmäßig an Supervisionsgesprächen und Fortbildungen teil. Zudem führt er Einzelgespräche mit Schülern.

Dr. Hans Onno Röttgers vom Marburger Forum Zwangserkrankungen ist im Alter von sechs Jahren erblindet. Dennoch hat er nach dem Abitur Psychologie und Informatik studiert, promovierte und bildete sich als Psychotherapeut, Supervisor und Lerntherapeut weiter. Er engagiert sich für Patienten mit Zwangsstörung und Depressionen und in Vereinen für Blinde. Er leitet das überregionale Treffen „Trialog Zwangserkrankungen“ für Betroffene, Angehörige und Behandelnde. Außerdem spielt er in seiner restlichen Freizeit als Saxophonist in der Jazzband „Six of Seven“, die ehrenamtlich auftritt.

Albrecht Welz vom Kreisreiterbund Marburg-Biedenkopf ist seit vielen Jahren in verschiedenen Sport- und Heimatvereinen tätig. Er ist Bürgeroberst beim Grenzgang in Biedenkopf. Als Wettkampf-Richter bei Reitturnieren ist er seit mehr als 30 Jahren aktiv. Bei finanzschwachen Vereinen hat er mehrfach die geringe Aufwandsentschädigung, die er für den stundenlangen Einsatz erhält, der Jugendabteilung gespendet. Durch Vorstandstätigkeit und verschiedene Posten hat er in den vergangenen Jahrzehnten den Reitsport im Landkreis stark gefördert und immer die Jugendarbeit forciert.

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