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Mit dem Kredit wurden Kunden zu Genossen

Volksbank Mittelhessen Mit dem Kredit wurden Kunden zu Genossen

Hausbau, Betriebserweiterung oder die Selbstständigkeit – für 14 langjährige Mitglieder der Volksbank Mittelhessen war der erste Kreditantrag 
vor 50 Jahren gleichfalls der Schritt in die Genossenschaft.

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Filialbereichsleiter René Törner (links) und Vorstandsmitglied Hans-Heinrich Bernhardt (rechts) zeichneten zahlreiche Jubilare der Volksbank Mittelhessen für deren 50-jährige Mitgliedschaft bei der Genossenschaftsbank aus.

Quelle: Ina Tannert

Lohra. Was wurde aus den Kreditnehmern und Neu-Genossen, die vor 50 Jahren mit ihrem ersten Darlehen ins Berufsleben starteten? Darüber tauschten sich die Ehrengäste des Abends während der lokalen Mitgliederversammlung der Volksbank Mittelhessen in Lohra aus.

Unterschiedliche Gründe bewogen die heutigen Senioren vor fünf Jahrzehnten zu einem Kreditantrag. Ob der anstehende Hausbau und Familiengründung, eine Investition in den Betrieb oder als finanzielle Starthilfe für die Selbstständigkeit.

Ehrungen

50 Jahre Mitglied: Helmut Becker, Erich Gabauer, Karl-Heinz Forster, Heinz Jacob, Heinrich-Werner Kraft, Richard Kuhl, Ewald Lather, Johannes Schmitt, Willi­ Wack, Dr. Heinrich Wagner, ­Herbert Hetche, Johann Ludwig, Johann Staubitz und Walter Löwer.

Über ihren Werdegang darüber, ob das Haus noch steht oder wie sich die eigene berufliche Laufbahn entwickelte, berichteten die Geehrten in gemütlicher Runde. Sie alle wurden an diesem Abend für 50-jährige Mitgliedschaft mit der silbernen Ehrennadel des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes ausgezeichnet.

„Das nenne ich anhaltende Treue – auf weitere viele Jahre mit Ihnen zusammen“, gratulierte Vorstandsmitglied Hans-Heinrich Bernhardt den anwesenden Jubilaren bei einem Glas Sekt. Der Vorstand erinnerte auch an die Entwicklung der Genossenschaftsidee. Einen Kredit bei der Bank zu erhalten, ohne selber Mitglied zu sein – das war damals nicht üblich.

Persönliche Komponente und Gemeinschaftsgedanke

Ein Großteil der Geehrten zog es zur Volksbank, als es Zeit wurde, ein Heim für die Familie zu bauen, so mancher nutzte das Kapital ebenso für den Ausbau des übernommenen landwirtschaftlichen Familien­betriebs, wie die Jubilare berichteten. Viele Mitglieder führte der Weg über die damals noch selbstständige Raiffeisenbank in Lohra und dem früheren Warenhaus, zu dem viele Anwohner einen engen Bezug hatten.

Eine Immobilie oder die berufliche Finanzspritze stand dabei stets eng mit einer direkten Beziehung zu ihrer Bank in Verbindung, „es war damals quasi Pflicht, dass man bei einem Kredit auch Genosse wird“, erinnerte Filialbereichsleiter René­ Törner. Dies bedeutete auch ­eine persönliche Komponente als Grundstein für die gemeinschaftliche Geschäftsbeziehung.

„Das ist auch das Besondere­ daran, die Mitbestimmung“, ­betonte Törner. Er dankte den ­anwesenden Jubilaren für ihre­ jahrzehntelange Mitwirkung: „50 Jahre Treue – das ist schon 
toll, dass wir auf so viele Jahre zurückblicken können“.

Den festlichen Abend ließen die Jubilare und rund 250 weitere Gäste mit einem bunten Unterhaltungsprogramm, samt Bauchredner und Magier-Show, im Bürgerhaus Lohra ausklingen.

von Ina Tannert

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