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Viessmann schafft neue Arbeitsplätze

Bilanz Viessmann schafft neue Arbeitsplätze

Die Allendorfer Viessmann-Werke haben ihre Marktposition im Jahr 2013 durch starkes Wachstum weiter ausgebaut.

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Viessmann stellt sich als Komplettanbieter für Heiz- und Kühlsysteme, Energieerzeugung und -speicherung auf – und konnte dadurch auch im vergangenen Jahr kräftig wachsen.Privatfoto

Allendorf (Eder). Der international aufgestellte Heiztechnikhersteller hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr um fast zehn Prozent auf 2,1 Milliarden Euro gesteigert. Diese Zahl teilte das Unternehmen jetzt mit.

Die Märkte haben sich weltweit unterschiedlich entwickelt. Schwächen zeigte insbesondere Ost- und Südosteuropa. Positiv sei das Geschäft hingegen neben Deutschland in China, den USA, Österreich und der Schweiz verlaufen. Darüber hinaus erzielte Viessmann auch auf den volumenstarken Märkten in Frankreich - nach Deutschland der zweitgrößte Markt für Viessmann - und Italien Umsatzsteigerungen. Eine Folge: Die Zahl der Beschäftigten steigt um 7 Prozent auf derzeit rund 11400.

Der deutsche Heizungsmarkt ist um 2,5 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 13 Milliarden Euro gewachsen. Damit fällt das Wachstum etwas schwächer aus als im Vorjahr mit 3,5 Prozent. Mit 20 Millionen Wärmeerzeugern, von denen mindestens 75 Prozent modernisierungsbedürftig sind, berge der deutsche Heizungsmarkt jedoch nach wie vor ein immenses Potenzial, das gehoben werden müsse, teilte ein Unternehmenssprecher mit. „Dazu bedarf es aber auch geeigneter politischer Rahmenbedingungen.“

Mit der Aufnahme von Viessmann Kältetechnik als Hersteller von Kühlzellen in die Unternehmensgruppe erfolgte im Jahr 2012 der Einstieg in die Kältetechnik. Durch die Akquisition der finnischen Norpe-Group, des führenden skandinavischen Herstellers gewerblicher Kühlsysteme, hat Viessmann im vergangenen Jahr sein Produktportfolio zudem um Kühlmöbel und Kühlaggregate für den Lebensmitteleinzelhandel erweitert - und ging damit einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zum Komplettanbieter auch für Kältetechnik.

Energieeffizienz erhöhen

Wie in der Heiztechnik verfolgt Viessmann in diesem Bereich ebenfalls das Ziel, die Energieeffizienz kontinuierlich zu erhöhen. Von der Bündelung der Kompetenzen profitierten laut Unternehmen in erster Linie die Kunden, die künftig Heiz-, Kühl- und Klimasysteme, ein individuell passendes Energiemanagement sowie umfassende Service- und Beratungsangebote aus einer einzigen Hand erhalten können.

Innerhalb seiner Nachhaltigkeitsstrategie hat Viessmann mit dem Bau der zweiten Biogasanlage am Unternehmensstammsitz einen weiteren „Meilenstein“ gesetzt. Mit einem Investitionsvolumen von sieben Millionen Euro wurde eine Nassfermentationsanlage errichtet, die im September in Betrieb genommen wurde. Das dort erzeugte Biogas wird mittels einer Gasaufbereitungsanlage des Gruppenunternehmens Carbotech auf Erdgasqualität aufbereitet und ins öffentliche Gasnetz eingespeist. Durch die Entkopplung von Zeitpunkt sowie Ort der Erzeugung und dem Verbrauch trägt dieses Verfahren zum Ausgleich des nicht gleichmäßig fließenden Wind- und Sonnenstroms bei. In diesem Jahr soll die Anlage durch einen Elektrolyseur erweitert werden, in dem aus überschüssigem Wind- und Sonnenstrom Wasserstoff erzeugt wird. Dieser Wasserstoff wird in den Fermenter geleitet, wo durch ein mikrobiologisches Verfahren aus dem vorhandenen CO2 und dem hinzugegebenen Wasserstoff künstlich Methan hergestellt wird, das ebenfalls in das Erdgasnetz eingespeist werden kann.

Preise für Nachhaltigkeit

Das Nachhaltigkeitsengagement von Viessmann wurde im November 2013 zum dritten Mal mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet, diesmal für die höchste Ressourceneffizienz. Bereits 2011 erhielt Viessmann den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für die nachhaltigste Markenführung und 2009 für die nachhaltigste Produktion.

Erreicht wurde diese Auszeichnung durch weitere Anstrengungen zur Steigerung der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien am Stammsitz in Allendorf. Dort wurde der Verbrauch fossiler Energien nach Angaben des Sprechers bereits 2012 um zwei Drittel und die CO2-Emissionen um 80 Prozent gesenkt. Damit erreiche Viessmann schon heute die energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung für das Jahr 2050.

Trotz der noch immer spürbaren Finanzkrise im Euroraum und der insgesamt verhaltenen Prognosen für die weltweiten Wachstumsmotoren China, Brasilien, Indien und Russland rechnet Viessmann auch für 2014 mit einem „guten Umsatzwachstum“.

Die optimistische Einschätzung beruhe insbesondere auf der Gewissheit, mit dem Komplettprogramm für alle Energieträger und alle Anwendungsbereiche gut aufgestellt zu sein und die richtigen Antworten auf alle Herausforderungen der Zukunft zu haben.

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