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Vier Sozialpläne stehen

Firma Rittal Vier Sozialpläne stehen

Rittal vermeldet die Einigung mit den Betriebsräten der vier Standorte Wissenbach, Burbach, Rennerod und Hof über einen Sozialplan. Eine Vereinbarung in Herborn mit 280 Betroffenen steht noch aus.

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In Haiger entsteht ein neues Rittal-Werk. Bis 2018 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Quelle: Rittal

Haiger. „Nach dem bereits in 2016 abgeschlossenen Interessenausgleich wurden nach intensiven Beratungen erfolgreich die Sozialpläne für die zu schließenden Produktionsstätten Burbach, Rennerod und Wissenbach abgeschlossen. Für die Veränderungen im Werk Hof wurde ebenfalls eine Einigung erzielt“, heißt es in einer Pressemitteilung des Schaltschrankherstellers.

„Die Verhandlungen verliefen in einem konstruktiven zukunftsorientierten Dialog. Das Ergebnis ist sozialverträglich und berücksichtigt die Berufs- und Lebenssituation der Mitarbeiter angemessen und fair“, erklärt Markus Betz, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats von Rittal, stellvertretend für die Unterzeichner der vier Produktionswerke.
Keine Einigung konnte dagegen mit dem Herborner Betriebsrat erzielt werden. „Nur für das Produktionswerk Herborn laufen die Verhandlungen noch und befinden sich im Einigungsstellenverfahren“, heißt es weiter. „Die nächste Verhandlung findet am 3. März statt“, weiß der IG-Metall-Bevollmächtigte Hans-Peter Wieth.

Sozialplan „an etlichen Ecken deutlich zu niedrig“

Er kennt von den übrigen Rittal-Standorten zwar keine unterschriebene Vereinbarung, doch auf Basis der ihm bekannten Vorlagen, bei denen er bis zur Unterschriftsreife nicht an Änderungen glaubt, spricht er von einem „durchschnittlichen Sozialplan“. Dieser sei „an etlichen Ecken deutlich zu niedrig“, stellt Wieth mit Blick auf die Chancen auf dem Arbeitsmarkt fest und verweist dabei auf die gute finanzielle Lage „eines Unternehmens, das in der Weltliga spielt“.

„Wir werden versuchen, für Herborn einen anderen Sozialplan zu bekommen, aber die Verhandlungen sind jetzt nicht einfacher geworden“, stellt Wieth mit Blick auf die Einigung der Geschäftsleitung mit vier Betriebsräten fest. Betroffen seien in Herborn 280 in der Produktion tätige Beschäftigte. Die Regelungen der Sozialpläne beinhalten, so die Pressemitteilung, „neben den Abfindungszahlungen etwa Regelungen für Entfernungspauschalen, Überbrückungsregelungen, die Anerkennung von Beschäftigungsjahren bei Standortwechseln sowie Verdienstsicherungsvereinbarungen. Zusätzlich stellt Rittal den ausscheidenden Mitarbeitern eine Transfergesellschaft zur Verfügung.“

Rittal investiert in die Neuausrichtung der Produktionsstruktur an den Standorten Rittershausen, Haiger und Hof insgesamt 250 Millionen Euro.

von Christian Weber

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