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Vier Jahrzehnte im Dienst für Kinder

Dienstjubiläum Vier Jahrzehnte im Dienst für Kinder

Das evangelische Fami­lienzentrum der Hansenhaus-Gemeinde hat seine dienstälteste Erzieherin Angelika Schneider geehrt. 40 Jahre gehört Schneider der Kindertagesstätte in der Gerhard-Hauptmann-Straße schon an.

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Angelika Schneider (links) feierte im Kreise „ihrer“ Kinder.

Quelle: Melchior Bonacker

Marburg. Erzieherin Angelika Schneider war sichtlich gerührt, als die Kinder der Kindertagesstätte in der Gerhard-Hauptmann-Straße ihr mit Blumen und einer umgedichteten Version des Liedes „Zum Geburtstag kommen wir“ zum 40-jährigen Dienstjubiläum gratulierten. Im Kreise ihrer Familie, der Kita-Kinder und Kolleginnen 
strahlte die Erzieherin, als ihr nacheinander die vier Gruppen Blumen und Glückwünsche überreichten – und dann noch eine ganz persönliche Version des Kanons „Bruder Jakob“ vortrugen: „40 Jahre kommst du schon“.

Auch die Kollegen besangen die Geehrte mit einem selbst gedichteten Ständchen. Als Belohnung für Gesang und Bastelkunst durften sich die Kinder noch Süßigkeiten bei ihrer „Frau Schneider“ abholen, bevor es zurück in die Gruppenräume ging. Die Erwachsenen und die von Schneider geleitete Gruppe verlegten die Feierlichkeiten in den „Bewegungsraum“ der Kita. 


Schneider als „Fels in der Brandung“

Dort wurden Anekdoten aus rund 9 200 Arbeitstagen herausgekramt. Die Leiterin des Familienzentrums, Anja Diekmann, dankte der Person, mit der sie seit mehr als 17 Jahren „Hand in Hand“ arbeite, auf ihre Weise: Mit einem Glas Sekt setzten sich die beiden Erzieherinnen an einen Tisch auf der „Bühne“ und plauderten, sehr zur Belustigung der kleinen und großen Zuhörer.

Die 59-Jährige arbeitete nur vier Jahre ihrer Dienstzeit nicht in der Hansenhaus-Kita. In den restlichen 36 Jahren sei sie zu einer „Institution im Stadtteil“ gereift, sagte Diekmann. Sie drückte der Jubilarin immer wieder bunte Karton-Streifen in die Hand, auf denen Sätze und Schlagwörter von und über Schneider zu lesen waren, wie „Komm du mir erst in mein Alter“. Aber auch „Mein großes Herz“ stand da auf einem passend ausgeschnittenen Karton.

Neben Humor weiß die Kita jedoch auch den Einsatz und die Unverwüstlichkeit von Angelika Schneider zu schätzen. Ein „Fels in der Brandung“ sei die Erzieherin gewesen, die während schwieriger Zeiten auch als kommissarische Leiterin und Abwesenheitsvertretung die Kita zu führen wusste, lobte ihre 
„Chefin“, die Schneider auch dafür dankte, dass sie sie einst im Bewerbungsgespräch „ausgesucht“ habe.

von Melchior Bonacker

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