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Viele Unterstützer, kaum Bewerber

PTA-Fachschule Viele Unterstützer, kaum Bewerber

Damit die Fachschule für pharmazeutisch-technische Assistenten in Marburg erhalten bleibt, rührt die Initiative zur Rettung der Schule kräftig die Werbetrommel – denn es fehlen immer noch zahlreiche Bewerber.

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Die pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA) Anette Dinkel (rechts) berät in der Lahn-Apotheke in Marburg eine Kundin. PTA können in Apotheken sowohl Laborarbeiten als auch die Kundenbetreuung übernehmen.

Quelle: Katharina Kaufmann

Marburg. Bereits heute hat jede zweite Apotheke massive Probleme, offene Stellen neu zu besetzen. Zu diesem Ergebnis kommt das Kölner Institut für Handelsforschung bei dem aktuellen Apotheken-Konjunkturindex. Für die Zukunft werde sich diese Situation weiter verschärfen: Während durch den demografischen Wandel die Zahl der Apotheken-Kunden zunimmt, erhöht sich gleichzeitig der Wettbewerb um qualifiziertes Personal.

Damit sich diese ohnehin schon dramatische Situation in Marburg nicht noch mehr verschlimmert, will die von Apotheker Thorsten Junk ins Leben gerufene Initiative den Standort der Marburger PTA-Schule retten. Diese sollte geschlossen werden, weil sich der derzeitige Schulträger, die Deutsche Angestelltenakademie (DAA), aus Marburg zurückzieht.

Gut drei Wochen nach der Gründung der Initiative können Junk und Dr. Susanne Rück, Sprecherin der Apotheken in Marburg und Umland, erste Erfolge vermelden: „Wir haben mittlerweile einen größeren Sponsor gefunden und auch zahlreiche Kollegen engagieren sich und wollen helfen“, berichtet Junk, für den es auch um einen staatlichen Auftrag, nämlich die pharmazeutische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, geht. Eine Marburger Firma wolle die Räumlichkeiten abends zu weiteren Fortbildungen nutzen, was die Mietkosten senke, freut sich Junk. Zudem zeige sich die Vermieterin bei den Mietkosten kompromissbereit, und es habe sich eine Anwältin gefunden, die die Geschäftsführung und Schulleitung übernehmen würde. „Die Ärztegenossenschaft PriMa aus dem Landkreis will sogar einen Arbeitsplatz fördern“, erklärt Junk nicht ohne Stolz. Des Weiteren hätten viele Apotheken-Kollegen finanzielle Unterstützung zugesagt.

Derzeit mangelt es vor allem noch an Bewerbern, damit die Schule ab 29. August nahtlos weiterlaufen kann. Interessenten können sich noch melden, unter Telefon 0 64 21/91 08 18.

von Katharina Kaufmann

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