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Viele Todesfälle bei Herzinfarkt

Vergleichsstudie „Initiative Qualitätsmedizin“ Viele Todesfälle bei Herzinfarkt

Die Kliniken der Rhön-Klinikums-AG (inklusive­ des Uniklinikums Marburg) haben für das Jahr 2016 erstmals an der Studie der „Initiative Qualitätsmedizin“ teilgenommen. Nun wurden die Ergebnisse veröffentlicht.

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Namens-Schild vor dem UKGM-Standort auf den Marburger Lahnbergen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Eine Gruppenauswertung von über 400 Krankenhäusern in Deutschland und der Schweiz, die sich der ­trägerübergreifenden Initiative angeschlossen haben, soll Verbesserungspotenziale aufzeigen und den Stand der medizinischen Qualität in den Kliniken aufzeigen. Insgesamt umfasst der Datensatz über 350 Qualitätskennzahlen für 64 relevante Krankheitsbilder und Behandlungsverfahren.

„Wir verstehen Qualitätsmanagement als eine­ unverzichtbare Daueraufgabe, der wir uns bewusst und gerne stellen“, so Professor Dr. Bernd Griewing, Vorstand Medizin der Röhn AG zu den Gründen der Teilnahme. „Es ist unser Anspruch, die Qualität der Patientenversorgung kontinuierlich weiter zu steigern und uns daran auch messen zu lassen.“

Bei der durchschnittlichen Verweildauer der Patienten in der Klinik, liegt das UKGM mit dem Standort Marburg mit 5,9 Tagen genau im statistischen Mittel aller teilnehmenden Kliniken. Aufgeführt sind ferner auch die Häufigkeiten verschiedener Krankheiten und deren Behandlungsmethoden, bei lebensbedrohlichen Krankheiten oder Eingriffen auch die Todesrate.

Die meisten Quoten liegen dabei nah am Mittelwert. Eine höhere Todesfallrate als im Durchschnitt hat das Marburger Uniklinikum etwa bei Herzinfarkten zu verzeichnen. Mit 10,7 Prozent liegt der Wert über dem Allgemeinen von 7,9 Prozent. Gut schneidet das UKGM hingegen beispielsweise bei der ­Behandlung von Lungenkrankheiten (6,0 Prozent gegenüber 8,3 Prozent) und Schlaganfällen (8,1 Prozent gegenüber 9,3 Prozent) ab.

von Peter Gassner

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