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Verbrauchermesse auf dem Prüfstand

Oberhessenschau Verbrauchermesse auf dem Prüfstand

Nach der Messe ist vor der Messe, sagt Andreas Kleine. Er hat gerade die „Memo“ hinter sich und plant für Marburg nun die „Oberhessenschau“. Doch im nächsten Jahr wird einiges anders.

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Die Messe Marburg erwägt für 2014, die nächste Oberhessenschau nicht im März oder Anfang April wie bisher stattfinden zu lassen, sondern Ende April bis Anfang Mai. Dann könnte das Freigelände noch mehr genutzt werden, hoffen die Veranstalter. 

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Es ist die größte Geewerbeschau in der Region: Die Oberhessenschau in Marburg ist in Hessen ein fester Begriff. Die Messe Marburg GmbH wird auch im nächsten Jahr wieder die erfolgreiche Schau organisieren und veranstalten, allerdings nicht mehr an neun Tagen, sondern an fünf. Das erklärte Messe-Chef Andreas Kleine im Gespräch mit der OP. Wahrscheinlich werde die Oberhessenschau diesmal Ende April bis Anfang Mai stattfinden. Das genaue Datum stehe noch nicht fest.

Eine Befragung unter Ausstellern ergab, dass die meisten sich eine fünftägige Ausstellung von Mittwoch bis Sonntag wünschen. An der Befragung nahmen 125 von 350 Aussteller der vergangenen Oberhessenschau im Jahr 2012 teil. 61 Prozent sprachen sich für fünf Tage Messe aus, acht Prozent favorisierten eine Zweiteilung in zwei verlängerte Wochenenden. Dies geht aus einer jetzt vorliegenden Antwort von Oberbürgermeister Egon Vaupel auf eine Anfrage der Marburger Bürgerliste (MBL) im Stadtparlament hervor. Insgesamt waren 80 Prozent derjenigen Aussteller, die eine Antwort gaben, mit dem Ablauf der Messe und den täglichen Öffnungszeiten zufrieden. Dennoch werde man die Oberhessenschau neu aufstellen müssen, erklärt Kleine.

„Die klassische Verbraucherausstellung muss auf dem Prüfstand“, sagt er. Die Oberhessenschau müsse sich stärker den Vorteilen in der Region anpassen, sich stärker an den Bedürfnissen der Menschen in der Region orientieren - die Baumesse Memo sei da vorbildlich. Daher werde die Schau neu konzipiert. Er werde in der nächsten Zeit mit vielen Beteiligten, der Stadt Marburg, den umliegenden Gemeinden und Verbänden Gespräche führen. Stärker als bisher müssten „die Highlights der Region im Vordergrund“ stehen, so Kleine.

Möglich wäre auch, dass Sonderthemen wie „Gesundheit“ weiter ausgebaut werden. Mit diesen Sonderausstellungen innerhalb der Oberhessenschau haben die Veranstalter in den letzten Jahren gute Erfahrungen gemacht.

Eine völlig neue Messe sollte nicht angestrebt werden, teilt OB Vaupel in der Antwort zur Anfrage der MBL mit. Niemand sei bereit ein unkalkulierbares finanzielles Risiko zu tragen, sondern Ziel sollte es sein, aus Themenbereichen, „die bereits während der Oberhessenschau beste Zuspruch erfahren haben, eine eigene Messeveranstaltung zu entwickeln. Dabei ist es notwendig, einen langen Atem zu haben. Denn gescheiterte Messen schaden sowohl dem Veranstalter der Messe als auch dem Ruf des Veranstaltungsortes“.

von Anna Ntemiris

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