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Verbraucherbund rät zu Heizöl-Kauf

Preise im Keller Verbraucherbund rät zu Heizöl-Kauf

Wer seinen Heizöltank für den Winter auffüllen möchte, der sollte das umgehend tun. Das rät zumindest der Bund der Energieverbraucher. Ein Preisanstieg sei bald zu erwarten.

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Wer Heizöl nun bestellt, spart unter Umständen eine Menge Geld. Laut Bund der Energieverbraucher ist der Moment derzeit ideal, um seinen Tank auffüllen zu lassen.

Quelle: Patrick Pleul

Marburg. Die Preise seien derzeit sehr günstig, meint Dr. Aribert Peters, Vorsitzender des Bundes der Energieverbraucher. Kunden sollten diese günstigen Voraussetzungen daher nutzen, um ihren Tank aufzufüllen. Bei knapp unter 85 Cent pro Liter liegt der Heizölpreis aktuell. So geht es aus den Angaben des Verbandes auf dessen Homepage hervor.

Warum dies so sei, wisse er auch nicht, sagt Peters. Vielleicht liege es am Eurokurs oder an der momentan entspannten Rohstofflage. Dass es Schwankungen gebe, sei jedoch normal. Zu diesem Zeitpunkt sei es zudem so, dass die große Winternachfrage erst noch bevorstehe, was sich grundsätzlich auch immer im Preis niederschlage.

Vielmehr, so sagt er, sei dabei verwunderlich, dass der aktuelle Preis rund 10 Cent weniger betrage als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Dies sei „die eigentlich entscheidende Frage“. Langfristig sei definitiv davon auszugehen, dass es einen „deutlich spürbaren Anstieg“ geben werde. Bezogen auf den jetzigen Preis gelte das „sowohl saisonal als auch auf längere Distanz“. Zwar sei es immer „ein bisschen Kaffeesatzleserei“ Prognosen abzugeben, doch könne man alleine schon durch die Überschreitung der maximalen Fördermenge und dem somit verknappten Angebot von einer Verteuerung in den nächsten Jahren ausgehen.

Weltweite Experten sind sich uneinig, wann der sogenannte „Peak Oil“, also die höchste jemals geförderte Menge an Öl innerhalb eines Jahres, überschritten sein wird. Einige Forscher hatten dieses Datum bereits in den vergangenen Jahren angesetzt, da die Förderung der verbliebenen Vorkommen immer komplizierter wird. Dementsprechend ist sich Peters sicher, dass die Preisentwicklung momentan nur „von einem kurzfristigen Trend überlagert“ sei, den es zu nutzen gelte.

Volker Döringer, Geschäftsführer von Mineralöl Döringer in Marburg, hält in diesem Punkt allerdings dagegen. Der Preis hänge „mit so vielen Faktoren zusammen“, dass man eine grundsätzliche Tendenz nicht daraus ableiten könne. Die geopolitische Lage spiele immer eine wichtige Rolle, ebenso wie etwa auch die Rohstoffspekulation an der Börse. Ohnehin habe der deutsche Markt wenig Einfluss auf den weltweiten Rohölmarkt, so dass auch das Winter-Argument nicht immer anzuwenden sei.

Momentan werde eine Menge „auf dem Weltmarkt geparkt“, da „zu viel Öl auf dem Markt sei“. Unter anderem, weil die USA sich vom Importeur zum Exporteur gewandelt hätten. Die Preise bewegten sich zur Zeit auf „normalem Niveau“ Doch auch Döringer gibt zu, dass die hiesige Nachfrage im Winter steigt. Derzeit seien die Kunden „schon fleißig dabei“ sich für die kalte Jahreszeit einzudecken. Dadurch müsse man im Moment bis zu drei Wochen auf sein Öl warten.

Diese Wartezeiten sind auch für den Bund der Energieverbraucher ein weiterer Grund sofort zu ordern. Wer dabei sparen wolle, müsse am besten auf mehreren Portalen wie esyoil.com, heizoel24.de, fastenergy.de, brennstoffboerse.de, meinheizoelpreis.de, oelbestellung.de oder enxa.de im Internet Preise vergleichen. Denn bereits zwischen den jeweiligen Portalen entstünden Preisunterschiede von bis zu 22 Prozent.

von Till Conrad

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