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VR Bank umwirbt Energiewirtschaft

Vertreterversammlung VR Bank umwirbt Energiewirtschaft

In der Vertreterversammlung der Volks- und Raiffeisenbank Biedenkopf-Gladenbach wurde eine Dividendenzahlung von sieben Prozent  beschlossen.

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Quelle: Klaus Peter

 Im Haus des Gastes fand die Vertreterversammlung der Volks- und Raiffeisenbank Biedenkopf-Gladenbach (VR Bank) statt, die Aufsichtsratsvorsitzender Torsten Märte
eröffnete. Unter den etwa 400 Gästen begrüßte Märte auch 237 abstimmungsberechtigte Vertreter.
Vorstandssprecher Wolfgang Brühl erklärte, dass sich das Jahresergebnis 2012 auf einem guten zufriedenstellenden Niveau bewege. Vor diesem Hintergrund sei die Bank für das Jahr 2013 positiv, aber auch wachsam gestimmt. Es gelte den Auswirkungen der anhaltenden Niedrigzinsphase entgegenzu­wirken. Die Volks- und Raiffeisenbank Biedenkopf-Gladenbach habe eine charmante Betriebsgröße und sei groß genug, um den Bedarf der Kunden abzudecken. „Wir bewegen uns im klassischen Kredit- und Einlagengeschäft sowie im Vermittlungsgeschäft, wie zum Beispiel Wertpapiere, Bauspar- und Versicherungsprodukte. Die Kundengruppen sind hierbei die Privatkunden und die mittelständischen Firmen- und Gewerbekunden des Geschäftsgebietes.“
Ziel sei es, die Marktposition im Privatkundengeschäft weiter auszubauen. In der
Kundengruppe „vermögende Privatkunden“ werde eine Ausweitung durch gezielte Neu­kundengewinnung angestrebt. Über die Hälfte und damit etwa 59 Prozent des Kreditgeschäftes sei gewerblich geprägt, wobei es das Ziel sei, für „mittelständische Firmenkunden“ erster Ansprechpartner zu sein.

Kundengesamtvolumen gestiegen

Eine Kundengruppe mit zunehmender Bedeutung sei die „Regionale Energiewirtschaft“, die die VR Bank risikoorientiert begleiten wolle. Dieser Wirtschaftszweig werde in den kommenden Jahren noch deutlich wachsen und sei für die Bank als regionaler Finanzierungspartner von geschäftspolitischer Bedeutung. Zurzeit unterhalte die VR Bank 19 Geschäftsstellen und biete auch eine mobile
Beratung insbesondere in den Ortschaften an, in denen keine Geschäftsstelle unterhalten werde, so Brühl.
Vorstandsmitglied Klaus Königs stellte Eckdaten des Jahresabschlusses 2012 vor. Das Kundengesamtvolumen habe einen Zuwachs von 55 Millionen Euro erfahren und sei auf 1,43 Milliarden Euro gestiegen. Die Bilanzsumme sei planmäßig um zwölf Millionen Euro auf 755 Millionen Euro zurückgeführt worden. Mit den addierten Bürgschaftsverpflichtungen betrage das Bilanzvolumen 785 Millionen Euro. Dies teile sich auf in 564 Millionen Euro an Krediten und 869 Millionen Euro an Einlagen.
Die Gesamteinlagen seien um zwölf Millionen Euro gestiegen. Zwar seien die Einlagen im Haus um 14 Millionen Euro zurück gegangen, jedoch seien die betreuten Gelder bei der ge­nossenschaftlichen Finanzgruppe um 26 Millionen Euro gestiegen. Damit würde ein Volumen von 255 Millionen Euro erreicht.

Kredite für mehr als  16 Millionen Euro

Das Kundenvolumen der Kredite sei um 42 Millionen Euro auf 564 Millionen Euro gestiegen. Im Jahre 2012 seien 2 300 Kredite mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen Euro vereinbart worden. Dies bedeute eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 16 Millionen Euro. Das bilanzielle Eigenkapital sei 2012 aus dem Ergebnis heraus gestärkt worden und betrage inklusiv des Fonds für allgemeine Bankrisiken 65 Millionen Euro. Im Jahre 2012 seien 884 Mitglieder neu der Genossenschaft beigetreten, wobei nach Abzug der aufgelösten Mitgliedschaften (bedingt durch Sterbefälle oder Umzug) der Stand 23 598 zum 31. Dezember 2012 betrage.
 Vor dem Hintergrund der
anhaltenden Niedrigzinsphase
und eines harten Preiswettbewerbs konnte das Zinsergebnis 2012 stabil gehalten werden, wobei der Zinsüberschuss 17,8 Millionen Euro beträgt. Der Provisionsüberschuss konnte leicht auf 4,8 Millionen Euro gesteigert werden.
Im vergangenen Jahr seien Vereine und gemeinnützige Institutionen mit mehr als 100 000 Euro unterstützt worden. Auch seien 2012 über 2,5 Millionen Euro an Ertragssteuer gezahlt worden. Der Aufsichtsrat und der Vorstand hatten eine Dividendenzahlung von sieben Prozent vorgeschlagen.
Neben den gezielten Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der Bank, nämlich der Zuführung von vier Millionen Euro in den Fonds für allgemeine Bankrisiken sowie der Vorweg­zuweisung von 2,5 Millionen Euro zu den Rücklagen, verbleibe ein zu verteilender Bilanzgewinn einschließlich Gewinnvortrag von 1,38 Millionen Euro. Der Aufsichtsrat und der Vorstand schlugen eine Dividendenausschüttung von 494 000 Euro vor.
Außerdem seien Zuweisungen sowohl zu den gesetzlichen als auch zu den anderen Ergebnisrücklagen von jeweils 440 000 Euro vom Aufsichtsrat und Vorstand empfohlen worden.
Abschließend berichtete Klaus Königs, dass die VR Bank Gladenbach-Biedenkopf derzeit 210 Mitarbeiter beschäftige.

Wahlen

Die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Jürgen Lohse (Gladenbach-Erdhausen), Torsten Märte (Biedenkopf), Norbert Mai (Angelburg-Frechenhausen) und Heinz-Jürgen Menger (Bad Endbach-Hartenrod) wurden für weitere vier Jahre in ihren Ämtern bestätigt.

Ehrungen

Horst Herrmann aus Gladenbach-Friebertshausen erhielt für seine 25-jährige Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der VR Bank die Ehrennadel in Silber des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes.

von Klaus Peter

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